Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Winterwetter bremst Berufsverkehr aus

Schnee und Regen sorgen für Glätte und Behinderungen im Berufsverkehr. Vorsicht ist geboten auf den Straßen und Gehwegen.

Die schönen Seiten des Winters: Schlittschuhlaufen in Leipzig.
Foto: David Hammersen/dpa

„Vorsicht beim Weg zur Arbeit: Schnee und Regen können auch heute Morgen den Berufsverkehr ausbremsen. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege einstellen.“

In der Nacht blieb es zunächst größtenteils ruhig, es kam lediglich zu einigen Glätteunfällen. Es gab bisher keine Verletzten. Selbst in Nordbayern, das von Schnee bedeckt war, entspannte sich die Situation etwas, wie die Polizeipräsidien mitteilten. In Teilen Frankens bleiben jedoch vorsorglich auch am Morgen zahlreiche Straßen gesperrt, da Bäume umstürzen oder Äste abbrechen könnten.

Ist die Wettergefahr gebannt?

Schon am Montag hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den Auswirkungen von Schnee und Eisregen zu kämpfen – und wurden auf eine Geduldsprobe gestellt. Am Reiskirchener Dreieck bei Gießen etwa harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit Getränken und Decken versorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.

Die Gefahr von Glatteis ist jedoch noch nicht vorbei: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird in den kommenden Tagen ein Mix aus Regen und Schnee erwartet. Besonders in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.

Der DWD warnte vor markanter Glätte für große Teile Deutschlands. Die Warnung galt bis in den späten Dienstagmorgen von Hamburg bis zur Mitte Bayerns und für weite Gebiete Nordrhein-Westfalens. Es wurde geraten, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Regionen des Landes war Glätte möglich.

Ist bei der Bahn weiter mit Behinderungen zu rechnen?

Die Bahn hatte zu Wochenbeginn mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen zu kämpfen. Heute plant sie, wieder Fernverkehrszüge in Richtung Ostsee fahren zu lassen. Das Unternehmen teilte mit, dass die Verbindungen mit Betriebsbeginn am Morgen wieder aufgenommen werden sollen. In den vergangenen Tagen gab es keinen Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Auch in anderen Regionen kam es zu Behinderungen.

Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden Regen mit erheblicher Glättegefahr geben könnte, schrieb die Bahn: «Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen führen und den Bahnverkehr vorübergehend beeinträchtigen.»

In Berlin fahren auch am Morgen keine Straßenbahnen

Seit Sonntagabend überquerte eine Front mit Niederschlägen Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Es kam bereits zu Wochenbeginn zu Hunderten von Unfällen auf glatten Straßen. Meist blieb es bei Blechschäden und mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Nach starkem Schneefall blieben auf einigen Autobahnabschnitten Lastwagen liegen und blockierten die Strecken.

In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Vormittag weiter eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. «Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.»

Fällt erneut die Schule aus?

Zu Beginn der Woche wurde an einigen Orten auch der Busverkehr eingestellt, wodurch viele Schulen geschlossen blieben. Auch heute wird wahrscheinlich nicht alles wie geplant verlaufen: Aufgrund des Winterwetters mit starken Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Laut einer Liste des Kultusministeriums wird es in mehreren Landkreisen sowie in den Städten Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg und Fürth keinen Unterricht in den Schulen geben.

Winterchaos in den USA

Trotz der großen Schneemassen in Deutschland reicht es nicht an die Schneemengen in den USA heran. In einigen US-Städten müssen die Bewohner aufgrund eines schweren Wintersturms gegen hohe Schneehaufen kämpfen. Im Central Park in New York lag der Schnee am Sonntag laut CBS News mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Am Montag warnten fast 90 Millionen Menschen im Land vor extremer Kälte des US-Wetterdienstes. Laut Medienberichten haben die Auswirkungen von Eiseskälte und Schneesturm bereits mehrere Menschenleben gefordert. Etwa eine halbe Million Stromkunden waren am Montagabend (US-Ostküstenzeit) von Versorgungsausfällen betroffen.

Die öffentlichen Schulen in Washington sind heute geschlossen. Die chaotische Situation im Flugverkehr mit vielen Ausfällen wird sich in den kommenden Tagen jedoch voraussichtlich etwas verbessern.

dpa