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Waldbrände in Patagonien: Argentinien ruft den Notstand aus

Hitze, Dürre und starke Winde erschweren die Lage: In Patagonien kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen Brände. Mehr als 200.000 Hektar sind bisher den Flammen zum Opfer gefallen.

Betroffen sind Teile der Provinzen Chubut, La Pampa, Neuquén und Río Negro.
Foto: Victor R. Caivano/AP/dpa

Argentiniens Präsident Javier Milei hat aufgrund verheerender Waldbrände in der Region Patagonien den Brandnotstand ausgerufen. Laut Medienberichten sind seit Beginn des argentinischen Sommers mehr als 200.000 Hektar den Flammen zum Opfer gefallen. Der Notstand betrifft vier Provinzen im Süden des südamerikanischen Landes.

Teile der Provinzen Chubut, La Pampa, Neuquén und Río Negro sind betroffen. Im Nationalpark Los Alerces in Chubut kämpfen derzeit etwa 250 Feuerwehrleute gegen Waldbrände auf einer Fläche von rund 10.000 Hektar, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde AFE berichtete. Dieser Park wurde 2017 in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen.

https://x.com/MinSeguridad_Ar/status/2016870186574368951?s=20

Der Feuernotstand soll helfen, die Waldbrandbekämpfung besser zu koordinieren und Soforthilfen bereitzustellen. Hohe Temperaturen und starke Winde machen die Löscharbeiten schwierig. Chubut hat laut örtlichen Behörden außerdem die schlimmste Dürre seit 1965 erlebt.

«Die widrigen Wetterbedingungen, die durch Dürre und starke Winde gekennzeichnet sind, haben zu einer Notlage in der Region geführt, deren Verschärfung erhebliche Umweltschäden verursacht, Sachwerte beeinträchtigt und das Leben der Menschen, die dort leben, gefährdet», heißt es in dem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. 

Die Waldbrände brachen Ende 2025 aus. Es wird vermutet, dass zumindest einige davon absichtlich gelegt wurden.

dpa