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Warnung vor neuer Eurojackpot-Betrugsmasche

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Eurojackpot-Betrugsmasche: Kriminelle verschicken gefälschte Gewinnbenachrichtigungen per E-Mail, um an persönliche Daten und Bankinformationen zu gelangen. Wer nicht vorsichtig ist, riskiert Identitätsdiebstahl und finanzielle Schäden.

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Foto: NF24 / KI

In Deutschland und anderen europäischen Ländern müssen Verbraucher aktuell verstärkt vor gefälschten Benachrichtigungen zum Eurojackpot gewarnt werden. Betrüger versenden E-Mails, die scheinbar von offiziellen Lotteriegesellschaften stammen – mit dem Ziel, Empfänger zur Preisabholung und Datenübermittlung zu bewegen. Experten und Verbraucherschützer raten dringend zur Vorsicht und geben Hinweise zur Erkennung der Fälschungen.

Wie die betrügerischen Mails aufgebaut sind

Die betrügerischen Mails tragen meist den Betreff, dass der Empfänger angeblich einen hohen Geldgewinn aus dem Eurojackpot erzielt habe. In der Nachricht ist häufig von einem Betrag in Höhe von mehreren Millionen Euro die Rede. Die Betrüger behaupten, der Gewinn könne nur nach Bestätigung persönlicher Daten oder einer Registrierung auf einer verlinkten Webseite ausgezahlt werden.

Die Links in den E-Mails führen jedoch nicht zu offiziellen Seiten der Lotteriegesellschaften, sondern zu gefälschten Webseiten, die dazu dienen, sensible Daten abzugreifen, darunter Name, Adresse, Bankverbindung oder Passwörter. In einigen Fällen versuchen die Täter darüber hinaus, Vorauszahlungen oder Gebühren einzufordern – ein klassisches Zeichen für betrügerische Absichten.

Merkmale der betrügerischen Benachrichtigungen

Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten geben mehrere Hinweise, an denen man Fake-Mails erkennen kann:

  • Unterschiedliche Absenderadresse: Die Mail kommt nicht von einer offiziellen Domain der Eurojackpot-Organisation, sondern von generischen oder ungewöhnlichen E-Mail-Adressen.
  • Rechtschreib- und Formatierungsfehler: Viele gefälschte Nachrichten enthalten Tippfehler oder unprofessionelle Formulierungen.
  • Druck auf den Empfänger: In der Mail wird oft mit einer Frist oder Dringlichkeit gearbeitet („Ihre Daten müssen innerhalb von 24 Stunden bestätigt werden“).
  • Aufforderung zur Zahlung vor Auszahlung: Seriöse Lotterien verlangen keine Vorauszahlungen oder Gebühren zur Auszahlung eines Gewinns.

Beispiele aus der Praxis

Nach Informationen von Verbraucherschützern gingen in den letzten Wochen Hunderte solcher Betrugs-E-Mails bei deutschen Nutzern ein. In einzelnen Fällen gaben Empfänger sensible Daten ein, bevor ihnen auffiel, dass es sich nicht um eine echte Mitteilung handelte. Glücklicherweise sei laut Experten bisher kein größerer finanzieller Schaden in Deutschland bekannt geworden, da viele Betroffene die Mail frühzeitig als unseriös erkannten.

Offizielle Eurojackpot-Hinweise zum Schutz

Offizielle Eurojackpot-Organisationen – darunter die staatlichen Lotteriegesellschaften der teilnehmenden Länder – betonen, dass seriöse Gewinnbenachrichtigungen niemals per E-Mail verschickt werden, wenn der Empfänger nicht zuvor an der Lotterie teilgenommen hat. Auch verlangen sie keine Vorauszahlungen oder Datenübermittlung über unsichere Links.

Stattdessen sollten Gewinnbenachrichtigungen über die offiziellen Webportale oder lokale Vertriebswege erfolgen, etwa in der Lotterieannahmestelle oder per Post. Wonach eine echte Benachrichtigung aussieht, ist dort transparent beschrieben.

Tipps zum Schutz vor Betrug

Verbraucherschützer empfehlen generell:

  • Keine sensiblen Daten über Links in verdächtigen E-Mails eingeben.
  • Anhänge in unbekannten Nachrichten nicht öffnen.
  • Die Absenderadresse genau prüfen.
  • Bei Zweifeln direkt die offizielle Eurojackpot-Webseite oder die lokale Lotteriegesellschaft kontaktieren.

Registrierte Nutzer können zudem zweistufige Authentifizierung oder Spam-Filter nutzen, um Betrugsversuche frühzeitig zu blockieren.

bh
Quellen: n-tv.de