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«Was gibt es Größeres?»: Gold verzückt 3×3-Basketballerinnen

Dieser Triumph kommt komplett aus dem Nichts. Deutschlands Basketballerinnen holen Olympia-Gold im 3×3. Auf dem rappelvollen Place de la Concorde kommt es zu emotionalen Szenen.

Die Olympiasiegerinnen mit Dirk Nowitzki.
Foto: Maximilian Specht/dpa

Dirk Nowitzki, eine Basketball-Ikone, überraschte die 3×3-Olympiasiegerinnen aus Deutschland, die darüber hinaus glücklich waren. Svenja Brunckhorst, Sonja Greinacher, Elisa Mevius und Marie Reichert posierten stolz und überwältigt auf dem Siegerpodest mit dem Stargast im stimmungsvollen Stadion auf dem Place de la Concorde in Paris, der leidenschaftlich mit dem Quartett mitfieberte.

«Er ist die deutsche Basketball-Legende. Unsere Augen haben gefunkelt. Wir haben noch ein Foto mit ihm gemacht», sagte Brunckhorst nach dem Krimi im Endspiel. Zur Feier des Tages hüpften die Goldgewinnerinnen noch mit den niederländischen 3×3-Olympiasiegern nach links und nach rechts – wie es die Fans aus dem Nachbarland bei der Fußball-EM in Deutschland vorgemacht hatten.

Erstes Basketball-Edelmetall bei Olympia

Das Quartett gewann überraschend Gold bei seinem Olympia-Debüt. Nachdem tausende Zuschauer und auch Nowitzki gegen Mitternacht die denkwürdige Wettkampfstätte verlassen hatten, befand sich das deutsche Team immer noch im Herzen von Paris und plante die weitere Abendgestaltung nach dem sensationellen Triumph.

Nach dem Gewinn der ersten Olympia-Medaille überhaupt hatte auch der Deutsche Basketball Bund (DBB) plötzlich viel zu tun, um Interviews, Pressekonferenz und den bevorstehenden Empfang im deutschen Haus kurzfristig zu organisieren. Die goldenen Medaillen trugen Brunckhorst, Greinacher, Mevius und Reichert ungläubig um den Hals.

https://twitter.com/FIBA3x3/status/1820557374744150525

«Deutschland hat ’ne Goldmedaille»

«Ich habe es noch gar nicht realisiert. Das braucht noch ein paar Wochen. Deutschland hat ’ne Goldmedaille im 3×3 – das ist unfassbar», sagte Greinacher, die sowohl das Halbfinale gegen Kanada (16:15) als auch das Endspiel gegen Spanien (17:16) mit ihren Würfen in letzter Minute entschied. Das von Brunckhorst und Greinacher angeführte Team feierte schon die Qualifikation im Mai wie eine Medaille – und ist nun, zweieinhalb Monate später, tatsächlich Olympiasieger.

Superstar Nowitzki, der selbst nie Edelmetall bei Olympia gewann, war ganz eng an der Seite des Quartetts. Das begeisterte auch 3×3-Bundestrainer Samir Suliman, der nach dem Abend ausgiebig von dem früheren Starspieler der Dallas Mavericks schwärmte. «Dirk ist für uns unfassbar, auch für die Spielerinnen. Das ist so out of reach. Er ist da und er hat sie alle gedrückt. Das ist der aller allergrößte Basketballer aller, aller, aller, aller Zeiten in Deutschland. Wenn der live dabei ist, wenn du als Spielerin Olympiasiegerin wirst. Was gibt es Größeres?», sagte Suliman.

dpa