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Was ist eigentlich so toll am Herbst?

Das Wetter wird allmählich ungemütlicher. Und mit jedem Tag geht uns merklich Tageslicht verloren. Doch der Herbst hat auch seine Highlights – die bei manchem sogar Vorfreude auf trübe Tage wecken.

Der Ahorn ist vor allem im Herbst einer der schönsten Bäume: Seine Blätter sind dann feuerrot. (Archivbild)
Foto: Daniel Vogl/dpa

Herzlich willkommen im Herbst! Die Zeit von Regen, Nebel, Kälte und Trübnis. Oder etwa doch nicht? Denn es gibt auch vieles, was diese Jahreszeit besonders und charmant macht. Manche freuen sich sogar das ganze Jahr darauf.

Bunte Blätter

Die Kälte und die verkürzten Tage haben auch ihre Vorzüge – sie bewirken, dass Bäume ihr Laub verfärben. Dieser Farbwechsel ist mit der Verarbeitung des Sonnenlichts in den Blättern verbunden. Genauer gesagt mit dem Prozess der Photosynthese, durch den Pflanzen Stärke produzieren und somit Energie gewinnen, um zu überleben.

Im Sommer sind die Blätter der meisten Pflanzen grün. Dies liegt an dem Farbstoff Chlorophyll, der die grünen Anteile des Sonnenlichts reflektiert. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) überlagern andere Farbpigmente in den Blättern dann meist vollständig das grüne Chlorophyll. Diese sind Karotinoide (orange), Anthozyane (rot) und Xanthophylle (gelb).

Durch die kürzeren Tage und niedrigeren Temperaturen im Herbst sinkt die Photosynthese-Rate. Die Laubbäume entziehen den grünen Farbstoff nun den Blättern und leiten ihn in ihr Inneres, damit er beim Blattfall nicht verloren geht.

Sobald das Grün verschwindet, treten die anderen Farbstoffe im Blatt hervor: Das Laub wird gelb, rot und orange. Und das – zumindest zu Beginn – im speziellen Herbstlicht.

Spazieren im Regen

Mancher dürfte sich jetzt wundern: Warum sollte ich im Regen spazieren gehen? Kinder wissen es: Man kann so herrlich in die Pfützen springen. Und wer schon mal mitgemacht hat, weiß, das bringt auch Erwachsenen in Regenkleidung gute Laune.

Abgesehen davon, dass ein Spaziergang an der kühlen Luft ohnehin den Kopf freimacht, ist es auch gut, um sich zu entspannen. Also, zieh die Gummistiefel an und geh raus!

Leckeres und gesundes Essen

Manche Menschen freuen sich das ganze Jahr auf die Herbstkulinarik und ihre Lieblingsgerichte. Pilze und Nüsse enthalten wertvolle Stoffe für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, was manche Zweifler überzeugen könnte.

Laut dem Bundeszentrum für Ernährung zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass der Verzehr von Nüssen positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Blutfettwerte haben kann.

Grünkohl wird gerne als Wintergemüse bezeichnet, aber seine Saison beginnt bereits etwa Ende Oktober. Er hat sich zum trendigen Superfood für alle Gesundheitsbewussten entwickelt und enthält laut Bundeszentrum Provitamin A, Vitamin E, K, B2, Nicotinamid, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen.

Im Herbst ist die Saison für Pilze, Rosenkohl, Rote Bete und Maronen. Auch den Gänsebraten und die ersten Glühweine sollte man nicht vergessen.

Schlafen unter der schweren Bettdecke

Es ist endlich wieder soweit: Das Schlafzimmer ist kühl und man kann sich fest in die Decken einpacken. Wer eine zusätzliche Winterdecke benutzt, tut dies oft auch wegen ihrer Masse und ihres Gewichts – ein Trend der letzten Jahre sind sogar Gewichtsdecken, auch als Therapiedecken bekannt.

In Gewichtsdecken sind kleine Kügelchen eingearbeitet, die sie schwerer machen als normale Bettdecken. Dadurch üben sie einen Druckreiz auf den Körper aus. Sie werden als hilfreich für Menschen mit ADHS und Autismus angesehen und vermitteln vielen Menschen ein Gefühl von Geborgenheit und Gemeinschaft – ähnlich einer festen Umarmung.

Kastanien sammeln 

Eimer schnappen und ab in den Park: An sonnigen Herbsttagen gibt es kaum eine bessere Beschäftigung für kleine Schatzjäger, als Kastanien oder Eicheln zu suchen. Und dann geduldig Männchen um Männchen, Wurm oder gar Alien daraus zu basteln.

Falls es zu viele gesammelte Herbst-Schätze gibt, können Zoos oder Wildparks diese für ihre Tiere verwenden und im Gegenzug manchmal sogar ein kleines Taschengeld geben.

Keine FOMO

Die Sonne scheint, es ist warm – und eigentlich sollte man doch mit dem Wetter was anstellen. Schwimmen gehen, auf einem Festival tanzen, im Park sein. Der Sommer ist für so manchen manchmal eine leidige Sache. Er fühlt sich gezwungen, was Tolles zu machen, aber eigentlich ist einem nach Daheimsein. Das kann sogar so weit gehen, dass die «fear of missing out» sich einstellt. Kurz FOMO. Es ist die Angst, etwas zu verpassen. 

Aber im Herbst, wenn es regnet, trüb und kühl ist – da kann man doch wohl mal auf der Couch bleiben! Und etwa die neuen Streaming-Highlights sehen: «The Penguin» (Sky und Wow) oder «Where’s Wanda?» (Apple Tv+). 

dpa