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Trainerwechsel bei Werder Bremen nach Negativserie

Nach nur sieben Monaten wurde Horst Steffen entlassen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch einen Punkt.

Nicht mehr Trainer von Werder Bremen: Horst Steffen.
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Werder Bremen hat Trainer Horst Steffen nach nur sieben Monaten entlassen. Der Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga reagierte auf eine Serie von zehn sieglosen Spielen. Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt.

«Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird», sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz laut Mitteilung des Clubs.

Die Entscheidung falle schwer, «gerade weil wir Horst sehr schätzen. Aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen», erklärte Fritz.

Co-Trainer Duarte und Groß übernehmen vorerst 

Als Interimslösung werden vorerst die beiden Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß einspringen. «Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden», so Fritz.

Die Bremer hatten Steffen erst vor dieser Saison als Nachfolger des heutigen Leipzig-Trainers Ole Werner verpflichtet. Zuvor hatte er mit großem Erfolg bei der SV Elversberg gearbeitet. Mit 56 Jahren trat der frühere Bundesliga-Profi von Bayer Uerdingen und Borussia Mönchengladbach auch seinen ersten Trainerjob in der höchsten Spielklasse an.

Viel Kritik auch an Fritz und Niemeyer

Steffen rutschte mit Werder nach einem ordentlichen Saisonstart und einem erfolgreichen Herbst ab Ende November in die Krise. Nach dem 1:1 gegen Gladbach hat der Club nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Es droht der dritte Bundesliga-Abstieg der Werder-Geschichte.

Steffen ist jedoch nicht allein verantwortlich für die sportliche Krise. Sport-Geschäftsführer Fritz und Profifußball-Leiter Peter Niemeyer stehen bei den Fans noch stärker in der Kritik als der unglückliche Trainer. Neben dem großen Verletzungspech ist die Kaderplanung in Bremen das Hauptproblem dieser Saison. Viele Neuzugänge kamen erst spät und wurden nur ausgeliehen. Bisher hat sich nur der Japaner Yukinari Sugawara als Verstärkung erwiesen.

dpa