Zugreisende zwischen Hannover und Berlin müssen mit erheblichen Störungen rechnen, da Teile der Oberleitung gestohlen wurden. Die Deutsche Bahn arbeitet an der schnellen Wiederherstellung des Verkehrs, während Ersatzbusse eingerichtet sind.
Wie wirkt sich der Diebstahl von Oberleitungen auf den Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin aus?

Zugreisende auf der Strecke zwischen Hannover, Wolfsburg und Berlin müssen sich auch in den kommenden Stunden auf erhebliche Störungen einstellen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden Teile der Oberleitung entwendet, was zu einer Sperrung der Bahnstrecke bis in den Abend führt.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet, da sogenannte Mastanker gestohlen wurden. Ein Sprecher der Bahn erklärte: „Die Reparaturarbeiten vor Ort laufen auf Hochtouren.“ Man setze alles daran, dass die Züge am Abend wieder planmäßig fahren können.
Betroffene Zugverbindungen und Verkehrsmittel
Die Störung betrifft die Oberleitung am Halt Karl-Wiechert-Allee in Hannover. In der Nacht kam es zu einem Vorfall, bei dem bei einem ICE der Stromabnehmer aufgrund der fehlenden Oberleitungsteile abgerissen wurde. Dies hat zur Folge, dass sich Züge verspäten, einige ganz oder abschnittsweise ausfallen. Der Zugbetreiber Metronom gab bekannt, dass die Bahn „enno“ Hannover derzeit nicht ansteuert. Ersatzbusse pendeln stattdessen.
Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr betroffen
Die Metronom-Züge auf der Strecke zwischen Göttingen und Hannover müssen aufgrund der Überlastung auf andere Züge warten. Einige Verbindungen werden wegen Verspätungen nur teilweise bedient. Die Züge der Westfalenbahn zwischen Hannover und Braunschweig fallen bis zum Abend aus.
Im Fernverkehr sind folgende Verbindungen betroffen:
- Flensburg – Hamburg – Frankfurt (M) – Frankfurt (M) Flugh. Regiobf.
- Aachen – Mönchengladbach – Köln / Düsseldorf – Hannover – Berlin
- Aachen – Köln – Hannover – Berlin
- Oberstdorf – Stuttgart – Mannheim – Mainz – Köln – Dortmund – Hannover – Magdeburg – Leipzig – Dresden
- Norddeich Mole – Emden – Bremen – Hannover – Magdeburg – Leipzig – Dresden
- Berlin – Hannover – Osnabrück – Bad Bentheim – Amsterdam
Im Regionalverkehr gibt es folgende Einschränkungen:
- RE30 (Hannover-Lehrte) fährt nur zwischen Lehrte, Gifhorn und Wolfsburg. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet.
- Der Metronom RE2 (Hannover-Göttingen) hat Verspätungen von bis zu 60 Minuten.
- RE70 (Hannover – Braunschweig) der Westfalenbahn fällt bis zum Abend aus.
Verspätungen bei der S-Bahn
Bei den S-Bahn-Linien S3, S6, S61 und S7 kommt es zu Verspätungen von bis zu zehn Minuten. Teilweise werden Halte nicht angefahren, was zu Teilausfällen führt.
Im Fernverkehr müssen Reisende weiterhin mit kleineren Verzögerungen rechnen. Ursprünglich war geplant, die vielgenutzte Strecke bereits am 1. Mai wieder freizugeben.
Zusätzlich fahren zwischen Wittingen und Wahrenholz seit Sonntag keine Züge. Fahrgäste sind auf Ersatzbusse angewiesen.
Quellen: tagesschau
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