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Wilder Elefant tötet Camper in thailändischem Nationalpark

Touristen beobachten entsetzt, wie ein wilder Elefant einen Mann vor seinem Zelt attackiert. Der Camper stirbt. Was die Behörden jetzt planen und warum solche Angriffe in Thailand zunehmen.

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Asiatische Elefanten gelten als stark bedroht. (Archivbild)
Foto: Carola Frentzen/dpa

Ein wilder Elefant ist in einem bekannten Nationalpark in Thailand auf einen Touristen losgegangen und hat diesen tödlich verletzt. Der Angriff habe sich am Montag auf einem Campingplatz im Khao Yai National Park ereignet, etwa 200 Kilometer nordöstlich von Bangkok, zitierte die Zeitung «Bangkok Post» einen örtlichen Ranger. 

Das 69-jährige Opfer wurde am frühen Morgen in der Nähe seines Zeltes von einem Elefanten angegriffen, als er spazieren ging. Berichten zufolge stammt der Thailänder aus einer benachbarten Provinz.

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Elefant war in der Brunft

Gemäß den Angaben des Rangers war der Elefant in der Musth und soll bereits zwei Einheimische getötet haben. Er habe einen Mann mit seinem Rüssel gepackt, auf den Boden geworfen und dann auf ihn getreten. Das Opfer sei sofort tot gewesen.

https://twitter.com/BangkokPostNews/status/2018198034610532854

Andere Camper hätten die Attacke völlig entsetzt beobachtet – sich aber aus Angst vor dem aufgebrachten Tier nicht aus ihren Zelten herausgetraut. Kurz darauf seien Wildhüter des Nationalparks und die lokale Polizei zum Unglücksort geeilt und hätten den Elefanten vertrieben. Die Behörden überlegen nun, das Tier in eine möglichst menschenleere Region umzusiedeln, um weitere Angriffe zu verhindern, wie der örtliche Polizeichef Weerapol Rabiappho sagte.

Thailands Nationaltier

Elefanten sind die Nationaltiere Thailands. Sie werden tief verehrt und sind gesetzlich geschützt. Laut Zahlen des WWF aus dem Jahr 2023 leben nur noch etwa 4.000 bis 4.500 Elefanten in dem Königreich in freier Wildbahn. Vor allem der massive Verlust ihres Lebensraums macht den Dickhäutern zu schaffen. Immer häufiger kommt es zu Mensch-Tier-Konflikten. Asiatische Elefanten werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet eingestuft.

Der Khao Yai Nationalpark, der im Jahr 1962 gegründet wurde, zählt zu den größten in Thailand und zieht Touristen aus der ganzen Welt mit seinen Dschungeln, Wasserfällen und einer vielfältigen Tierwelt von Elefanten über Gibbons bis hin zu zahlreichen exotischen Vögeln an. Seit 2005 ist der Nationalpark ein UNESCO-Weltnaturerbe.

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dpa