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Verkehrschaos und Unfälle durch Wintereinbruch in Deutschland

Der Winter hält Deutschland weiter fest im Griff, mit Schneeschauern und Temperaturen zwischen 3 und minus 3 Grad. Autofahrer gerieten auf glatten Autobahnen ins Schleudern, Unfälle häuften sich.

Dauerfrost und eisige Temperaturen wie hier in Hamburg am verschneiten Elbstrand bleiben in den kommenden Tagen vorherrschend.
Foto: Christian Charisius/dpa

Schnee, Glätte und Kälte – der Wintereinbruch hat den Verkehr in Deutschland vielerorts behindert und Reisepläne durchkreuzt. Es gab bundesweit Unfälle, aber meist blieb es bei Blechschäden. Laut Deutschem Wetterdienst behält der Winter weiterhin Deutschland im Griff. Am Sonntag dürften auch Urlaubsrückkehrer betroffen sein, da in mehreren Bundesländern nach den Weihnachtsferien am Montag der Schulunterricht wieder beginnt. Schneeschauer sind vor allem vom Nordwesten bis zum Erzgebirge zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad.

Lastwagen blockieren Autobahnen 

Im Norden Deutschlands gerieten Fahrer auf glatten Autobahnen ins Schleudern, wodurch sich Unfälle häuften, insbesondere auf der A1. Ein querstehender Sattelzug blockierte vorübergehend die gesamte Fahrbahn im Landkreis Oldenburg. Auf der A2 bei Herford blieben mehrere Lastwagen an einer Steigung auf der glatten Straße stecken. Autofahrer wurden gebeten, das Autobahnkreuz Bielefeld großräumig zu umfahren. Erst am frühen Morgen war die Autobahn wieder frei, wie die Polizei mitteilte.

Eine 36-Jährige fuhr auf der A1 zwischen dem Dreieck Ahlhorn und der Anschlussstelle Cloppenburg mit ihrem Auto gegen ein Verkehrszeichen. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Oftmals resultierten die Unfälle jedoch nur in leichten Verletzungen und Blechschäden.

Es wurden auch viele Unfälle aus Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg gemeldet. In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der Anhänger eines Lastwagens um und brach auf – auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs.

Störungen im Zug- und Flugverkehr

Im Raum Bremen gab es starke Störungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, mit einer Stunde Verspätung und teilweisen Ausfällen von Verbindungen. Metronom teilte mit, dass aufgrund der hohen Neuschneemengen die Weichenheizungen an ihre technischen Grenzen stießen. Der Schnee könne nicht mehr vollständig abtauen und gefriere in vielen Fällen sofort wieder. Weichen und Signale fielen gelegentlich aus.

Am Samstagnachmittag konnten am Flughafen Düsseldorf für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen, da die Piste gemäß einem Sprecher komplett vom Schnee geräumt wurde.

Starker Frost im Anmarsch

Das Winterwetter bleibt vorerst bestehen. Laut Deutschem Wetterdienst werden in der Nacht zum Montag teilweise zweistellige Minusgrade erwartet. Im Süden könnten die Temperaturen zwischen minus 10 und minus 15 Grad liegen, während sie im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad liegen. Besonders im Norden sind Schneeschauer möglich.

Am Montag wird es vor allem in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen kommen, vereinzelt sind auch Graupelgewitter möglich. Im Süden bleibt es jedoch größtenteils trocken. Zudem wird sich abseits von größeren Nebelfeldern die Sonne vermehrt zeigen.

Am Dienstag sagt der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im ganzen Land voraus. Nur auf den Nordseeinseln und am Niederrhein könnten leichte Plusgrade möglich sein. Ansonsten liegen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.

dpa