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Zahl der Toten bei Waldbränden in Südkorea steigt auf 26

Die Brände gelten bereits als die größten in der Geschichte des Landes. Die Flammen breiten sich weiter aus. Der prognostizierte Regen dürfte die Lage nur minimal entspannen.

Es handelt sich um die größten Waldbrände in der Geschichte des Landes.
Foto: Lee Moo-yeol/Newsis via AP)/dpa

Die Anzahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Südkorea ist auf mindestens 26 gestiegen. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Yonhap wurden weitere 30 Personen durch die Flammen verletzt. Mit einer verbrannten Waldfläche von etwa 36.000 Hektar – eine Fläche, die ungefähr halb so groß wie Hamburg ist – sind die Brände bereits die größten in der Geschichte des Landes.

Die Flammen breiten sich weiterhin unkontrolliert aus, wie es heißt. Heute sind leichte Regenfälle für die betroffenen Regionen im Südosten des Landes vorhergesagt, jedoch werden die Niederschlagsmengen voraussichtlich nicht ausreichen, um die Situation nachhaltig zu entspannen.

Bisher mussten etwa 37.000 Anwohner evakuiert und in Notunterkünfte gebracht werden. Darüber hinaus haben einige der betroffenen Gebiete mit Wassermangel und Stromausfällen zu kämpfen.

Die historischen Stätten wurden bereits von den Bränden zerstört. Ein Tempel, der über 1.000 Jahre alt ist, wurde vollständig zerstört. Auch das historische Hahoe-Dorf, das 2010 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist durch die Brände gefährdet. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich zu evakuieren.

Am Freitag brach das Feuer im Landkreis Sancheong aus, ungefähr 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Laut den Behörden haben Winde und eine anhaltende Dürre die Brände begünstigt.

Während Trockenperioden in Südkorea treten regelmäßig Waldbrände auf. In den letzten Jahren sind sowohl die Durchschnittstemperaturen als auch Extremwetterereignisse im Land gestiegen, was die Brandgefahr erheblich erhöht hat. Wissenschaftler betrachten die Zunahme von Waldbränden in Südkorea auch als ein Zeichen für den voranschreitenden Klimawandel.

dpa