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Tragödie in Thailand: Zug rast in umgestürzten Baukran

Mindestens 22 Todesopfer und zahlreiche Verletzte nach Kollision. Retter im Einsatz für Opfer und Überlebende.

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Viele Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. (Symbolbild)
Foto: Carola Frentzen/dpa

Ein Zug mit fast 200 Passagieren an Bord ist in Thailand mit voller Geschwindigkeit in einen umgestürzten Baukran gefahren. Bis zum Vormittag (Ortszeit) wurden mindestens 22 Todesopfer geborgen, während etwa 70 weitere Passagiere teilweise schwer verletzt wurden, wie thailändische Medien unter Berufung auf die Rettungsteams und Behörden berichteten.

Das Unglück ereignete sich am Morgen im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 230 Kilometer nordöstlich von Bangkok. Der massive Stahlkran, der für den Gleisbau eingesetzt wurde, sei plötzlich umgekippt, nur Sekunden bevor der Zug heranraste, schrieb die Zeitung «Bangkok Post».

Unfallhergang noch unklar

Der Zug sei mit voller Wucht in den Kran gekracht. Daraufhin seien mehrere Waggons entgleist und Fahrgäste seien in den Trümmern gefangen gewesen. Es habe auch ein Feuer gegeben. Andere Medien berichteten, dass der Kran auf den fahrenden Zug gestürzt sei. Der genaue Unfallhergang konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Mehrere Einsatzteams wurden sofort zum Unfallort geschickt, um den Opfern zu helfen und Verletzte aus dem Wrack zu befreien. Die Retter benutzten unter anderem hydraulische Schneidgeräte und Löschfahrzeuge. Es wird berichtet, dass mehr als 20 Verletzte in kritischem Zustand sind. Es wird auch befürchtet, dass sich weitere Todesopfer in den Trümmern befinden.

195 Menschen an Bord

Laut Angaben des staatlichen Bahnbetreibers (SRT) fuhr der Zug mit drei Waggons von Bangkok nach Ubon Ratchathani im Nordosten Thailands. An Bord waren angeblich 195 Personen, einschließlich Passagiere und Personal.

Der Kran war Teil eines großen Bauprojekts – der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (HGV), die Thailand in Zukunft über Laos mit China verbinden soll. Warum der Kran umstürzte, wird noch untersucht.

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dpa