Die Auswirkungen des Wintersturms in den USA werden immer heftiger. Die Stromausfälle häufen sich. Und es gibt Tote.
Wintersturm in USA : Eine Million Kunden ohne Strom

Die Auswirkungen des Wintersturms in den USA verschärfen sich zunehmend. Laut der Übersichtsseite poweroutage.us waren am Sonntagnachmittag (Ortszeit US-Ostküste) mehr als eine Million Stromkunden von Ausfällen betroffen. Die Ausfälle traten in Haushalten in südlichen Bundesstaaten wie Tennessee, Texas und Louisiana auf, aber auch an der Ostküste waren Regionen betroffen.
Die Last des Schnees und Eises auf den oberirdischen Leitungen stellt ein Problem für die Energieversorgung dar. Auch umknickende Bäume können die Versorgung unterbrechen.
Zwei Männer erfroren
Es gibt mittlerweile auch Todesfälle aufgrund des Wintersturms. Zwei Männer sind in der Region Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana an Unterkühlung gestorben, wie die örtliche Gesundheitsbehörde berichtet. Das genaue Alter der Männer ist nicht bekannt.
Laut Behörden sind 190 Millionen Bewohner der USA vom Wintersturm betroffen. Die Bundesstaaten und die US-Regierung fordern die Bürger auf, zu Hause zu bleiben, da der Sturm den Süden, Mittleren Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten erfasst hat.
Seit einigen Tagen haben US-Meteorologen vor einem der wahrscheinlich größten Winterstürme der letzten Jahre gewarnt. Viele Bundesstaaten haben den Notstand erklärt, um im Bedarfsfall schneller Hilfe und Personal mobilisieren zu können.
Weiße Schneedecke bedeckt New York und Washington
In Washington, der Hauptstadt der USA, war auf dem normalerweise stark befahrenen Highway nichts los. Auch die Straßen in der Stadt waren leer. Der Flughafen Ronald Reagan, der von Amerikanern für Inlandsflüge genutzt wird, hatte fast alle Flüge gestrichen.
Die Bewohner der Hauptstadt wurden gebeten, Taschenlampen bereitzuhalten und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben. Trotz der angespannten Situation prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Mitten in Washington sah man Leute Skifahren und Kinder fuhren an den verschneiten Hängen des Kapitols, in dem das US-Parlament sitzt, Schlitten hinunter.
In den frühen Morgenstunden wurden in Washington minus neun Grad gemessen, in New York minus zwölf Grad. Nach und nach bedeckte eine weiße Schneedecke die Millionenmetropolen, einschließlich des Central Parks im Herzen von New York. Laut NBC News sollten in allen fünf Stadtbezirken Wärmezonen eröffnet werden, in denen sich New Yorker aufwärmen können. Die Straßen waren am Morgen größtenteils leer und Schneepflüge waren im Dauereinsatz.
Schnee, Eis und ungewöhnlich Kälte
Aus Crested Butte in Colorado, einem ehemaligen Bergbaudorf und heute einem beliebten Wintersportziel, berichtete CNN von 58 Zentimetern Schnee. In einigen Teilen von Oklahoma wurden bis zu 20 Zentimeter Schnee gemeldet. Einige Bewohner nutzten das winterliche Wetter für Freizeitaktivitäten: Der Sender zeigte Bilder von Menschen in Oklahoma, die sich beim Schlittenfahren amüsierten.
Laut CNN sei besonders der gefrierende Regen in Teilen von Louisiana gefährlich, da er eine Eisschicht von etwa zwei Zentimetern verursacht habe. Auch in Mississippi wurde vor Eisablagerungen gewarnt.
Große Herausforderungen für Reisende – Tausende Flüge gestrichen
Laut den Behörden führte das Wetter zu großen Verkehrsproblemen und Straßensperrungen, die einige Tage dauern könnten. Die Bürger wurden gebeten, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehen zu lassen.
Schulen in vielen Großstädten der USA haben den Unterricht für Montag abgesagt oder auf Fernunterricht umgestellt, darunter New York City, Philadelphia, Boston und Houston, berichtete der Sender CNN.
Laut CNN seien über das Wochenende auch mehr als 15.000 Flüge gestrichen worden. Auf Bildern aus der US-Hauptstadt Washington waren leere Terminals zu sehen.








