Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Zwei Tote bei zwei Feiern in Bayern – Täter weiter flüchtig

Sie waren Gäste unter Hunderten: Zwei voneinander unabhängige Feiern in Bayern endeten für zwei Männer tödlich. Der mutmaßliche Täter eines der Opfer ist weiterhin auf der Flucht.

Polizisten stehen vor der Eventlocation in Fürth.
Foto: ---/dpa

Der mutmaßliche Täter, der nach einem tödlichen Vorfall auf einer Hochzeitsfeier in Fürth weiterhin auf der Flucht ist, wurde zur Fahndung ausgeschrieben, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Am Sonntag erlitt ein 47-Jähriger bei einer Hochzeitsfeier in Fürth lebensbedrohliche Verletzungen und verstarb kurz darauf. Der Mann wurde in einer Eventlocation in einem abgelegenen Industriegebiet von dem Täter angeschossen. Zunächst wurde das Opfer intensivmedizinisch behandelt, erlag jedoch bald darauf seinen schweren Verletzungen. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf der Tat sind bisher noch unklar.

Der Sprecher erklärte, dass die Ermittlungen noch am Anfang stünden. Das zuerst abgesperrte Gebiet ist mittlerweile wieder frei. Die Mordkommission führt die Ermittlungen durch und es müssen zunächst viele Zeugen befragt werden.

Täter könnte bewaffnet sein

Auch wenn die Polizei nach eigenen Angaben nur von einem Täter ausgeht, fahndet sie nach zwei Fahrzeugen – beide mit französischer Zulassung. Wer eines oder beide Fahrzeuge sehe, möge den Notruf verständigen, hieß es in einer Mitteilung. Zeugen sollten nicht selbst die Insassen des Fahrzeuges ansprechen, «sie könnten bewaffnet sein». 

Zwei Feiern – zwei Tote

Nicht nur in Fürth endete eine Feier tragisch. Ebenso in Parsberg in der Oberpfalz kam ein 39-jähriger Mann bei einer großen Feier im Freien ums Leben, wie ein Polizeisprecher vor Ort mitteilte. Gemäß vorläufigen Erkenntnissen gerieten zwei Männer in Streit. Dabei zog einer plötzlich eine Waffe und verletzte sein Gegenüber tödlich, so der Polizeisprecher.

Der Verdächtige im Alter von 43 Jahren wurde anschließend verhaftet. Es gab keine weiteren Verletzten. Laut Polizei handelte es sich bei der Veranstaltung um ein kurdisches Kulturfest.

Das gesamte Gelände wurde großflächig abgeriegelt. Alle Gäste – vermutlich mehr als 500 Personen – durften vorübergehend das Gelände nicht verlassen. Sie wurden als Zeugen betrachtet und sollten befragt werden können. Auch am späten Abend befand sich noch ein Teil der Gäste vor Ort, berichtete ein Sprecher.

dpa