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Zwiebelmettwurst wegen Ehec-Gefahr zurückgerufen

Wegen Ehec-Gefahr ruft ein Hersteller Zwiebelmettwurst zurück. In einer Charge wurden Erreger gefunden.

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In Zwiebelmettwurst wurden die Bakterien nachgewiesen. (Archivbild)
Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zwiebelmettwurst in der 500-Gramm-Packung der Schleizer Fleisch- und Wurstwaren GmbH wird zurückgerufen. In einer Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 27.08. wurden bestimmte toxinbildende Escherichia-coli-Bakterien (Ehec) festgestellt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Diese Keime können schwerwiegende Krankheiten bei Menschen verursachen. Es wird dringend davon abgeraten, die Wurst zu verzehren.

Laut Unternehmensangaben war das Produkt in Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen erhältlich. Kunden können die Zwiebelmettwurst gemäß der Mitteilung im Handel zurückgeben und erhalten ihr Geld zurück.

Betroffenes Produkt

  • Produkt: Schleizer Zwiebelmettwurst
  • Verpackungseinheit: 500 Gramm
  • Produktionsdatum: 11.08.2025
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 27.08.2025
  • Chargennummer: 133 (Kennzeichnung am Verschlussklipp)
  • Hersteller: Schleizer Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Industriestraße 2, 07907 Schleiz

Durchfall und Bauchkrämpfe 

Ehec bilden starke Zellgifte, die schwere Durchfallerkrankungen bis hin zu blutigen Durchfällen sowie das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) verursachen können, das zu Nierenversagen führen kann.

Kinder sind besonders gefährdet, da ihr Immunsystem und ihre Organe noch nicht vollständig entwickelt sind. Auch bei Personen mit Vorerkrankungen und älteren Menschen kann der Verlauf schwerwiegender sein. Vom Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels bis zum Ausbruch der Erkrankung vergehen im Schnitt drei bis vier Tage.

Im Jahr 2011 gab es in Deutschland einen schweren Ehec-Ausbruch, bei dem rund 3.800 Fälle registriert wurden und mehr als 50 Menschen starben. Als wahrscheinliche Ursache gelten verunreinigte Sprossen aus Ägypten importierter Bockshornkleesamen. In Mecklenburg-Vorpommern kam es kürzlich zu einer Zunahme von Ehec-Infektionen, besonders betroffen sind Kinder.

dpa