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Argentinien: Mindestens zwölf Tote bei Überschwemmungen

Situation in Bahía Blanca "absolut kritisch", 1.200 Menschen evakuiert, Stadt "zerstört".

Das Unwetter hat für viel Zerstörung gesorgt.
Foto: Juan Sebastian Lobos/AP/dpa

Bei den Überschwemmungen in der argentinischen Stadt Bahía Blanca sind mindestens zwölf Menschen gestorben. Sieben seien bereits identifiziert worden, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf den Sicherheitsminister der Provinz Buenos Aires, Javier Alonso. Die Situation sei «absolut kritisch» und die Stadt «zerstört» worden, sagte Sicherheitsministerin Patricia Bullrich in einem Radiointerview.

Das Wasser ist zwar insgesamt zurückgegangen, aber viele Stadtteile sind immer noch überschwemmt. „1.200 Menschen wurden evakuiert“, so die Ministerin. Es ist unklar, wie viele Menschen vermisst werden, da viele Einwohner aufgrund fehlender Stromversorgung von der Kommunikation abgeschnitten sind und ihre Handys nicht aufladen können.

Am Freitag hat ein heftiges Unwetter die Stadt mit etwa 330.000 Einwohnern im Süden der Provinz Buenos Aires an der Atlantikküste getroffen. Laut dem Wetterdienst fielen in Bahía Blanca innerhalb von 24 Stunden 210 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter – das entspricht ungefähr einem Drittel der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge.

Bahía Blanca war daraufhin fast vollständig überflutet. Straßen und Gebäude waren überflutet, Krankenhäuser wurden evakuiert und viele Familien suchten Schutz in Notunterkünften. Der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt und der Flughafen geschlossen.

Die Regierung schickte Polizisten und Soldaten zur Unterstützung der Rettungsarbeiten und bewilligte 10 Milliarden Pesos (ungefähr 8,6 Millionen Euro zum offiziellen Wechselkurs) zur Reparatur der Schäden.

dpa