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Tragisches Ende nach Haiattacke in Sydney

Zwölfjähriger stirbt an schweren Verletzungen. Sorgen um weitere Angriffe an beliebten Stränden wachsen.

Innerhalb von nur wenigen Tagen wurden aus dem australischen Bundesstaat New South Wales vier Haiangriffe gemeldet. (Symbolbild)
Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

Ein Zwölfjähriger ist knapp eine Woche nach einer Haiattacke in Sydney an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. «Unsere Herzen sind gebrochen», zitierten australische Medien aus einer Mitteilung der Eltern. Nach mehreren Haiangriffen innerhalb kurzer Zeit wachsen damit in und um Sydney die Sorgen an den auch bei Touristen beliebten Stränden.

«Er war immer voller Lebensfreude»

Der Junge wurde am vergangenen Sonntag in der Nähe des Strandabschnitts Shark Beach im Osten der Metropole von einem Hai gebissen und an beiden Beinen schwer verletzt. Seine Freunde sprangen noch ins Wasser, um ihn in Sicherheit zu bringen, berichtete der Sender 9News.

Der Junge wurde nach dem Angriff in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Er kämpfte tagelang um sein Leben. Es wird vermutet, dass ein Bullenhai das Kind angegriffen haben könnte.

Ihr Sohn sei «ein fröhlicher, freundlicher und sportlicher Junge mit einem äußerst gütigen und großzügigen Wesen» gewesen, zitierten australische Medien weiter aus der Mitteilung der Eltern. «Er war immer voller Lebensfreude, und so werden wir ihn in Erinnerung behalten.» 

Mehr Haiangriffe – Sydney in Alarmbereitschaft

Laut Medienberichten ereigneten sich innerhalb von nur zwei Tagen im australischen Bundesstaat New South Wales, zu dem auch Sydney gehört, vier Attacken. Ein Mann wurde am bekannten Manly Beach angegriffen und schwer am Bein verletzt. Sein Zustand wird weiterhin als kritisch beschrieben, berichtet der Sender 9News.

Des Weiteren wird berichtet, dass ein Hai einen Elfjährigen in der Nähe des Dee Why Beach von seinem Surfbrett gestoßen hat. Obwohl das Kind unverletzt entkommen konnte, hat der Raubfisch ein großes Stück aus dem Board gebissen. Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Point Plomer. Verschiedene Strände in der Gegend wurden vorübergehend gesperrt.

Ideale Bedingungen für Bullenhaie

Experten zufolge steigt die Aktivität von Bullenhaien in den wärmeren Monaten vor der Küste Sydneys. In Australien herrscht gerade Sommer. Aufgrund des Klimawandels verlängert sich auch die Zeit, in der Schwimmer und Surfer einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, da die steigenden Wassertemperaturen die Tiere länger in Küstennähe halten. Als mögliche weitere Faktoren gelten starke Regenfälle, die das Wasser trüben und ideale Jagdbedingungen für Bullenhaie schaffen.

Gemäß den offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 gab es in Australien in den letzten zehn Jahren durchschnittlich etwa 20 Hai-Zwischenfälle pro Jahr mit Verletzten. Im Durchschnitt wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle verzeichnet.

Im November wurde wahrscheinlich eine Schweizerin an der Ostküste Australiens von einem Bullenhai tödlich verletzt. Im September kam ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Angriff ums Leben. Vor allem drei heimische Haiarten in der Region gelten als gefährlich für den Menschen: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie.

dpa