Ob es um Kühe, Kaugummis oder High Heels geht – weltweit existieren Gesetze, die so ungewöhnlich sind, dass sie kaum zu glauben scheinen. Manche stammen aus längst vergangenen Zeiten, andere gelten bis heute. Ein Blick auf die kuriosesten Regeln rund um den Globus.
Skurril, absurd, kurios – Die verrücktesten Gesetze der Welt
Paragraphen zum Schmunzeln – Die verrücktesten Gesetze Deutschlands
Schlafen im Auto erlaubt – aber mit Einschränkungen
In Deutschland ist es grundsätzlich erlaubt, im Auto zu schlafen, um die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen. Allerdings darf daraus kein dauerhaftes Campieren werden. Wer mehrere Nächte auf demselben Parkplatz verbringt oder Campingmöbel aufstellt, riskiert ein Bußgeld. Erlaubt ist also der „Not-Schlaf“, nicht der Urlaub im Kofferraum.
Tauben füttern verboten
In vielen deutschen Städten ist das Füttern von Tauben streng untersagt. Die Tiere gelten offiziell als Schädlinge, da sie Gebäude beschädigen und Krankheiten übertragen können. Wer trotzdem Brot oder Körner ausstreut, muss je nach Kommune mit teils empfindlichen Geldstrafen rechnen. Ein Gesetz, das regelmäßig für emotionale Diskussionen sorgt.
Kein Benzin im Wohnzimmer lagern
Was logisch klingt, ist tatsächlich gesetzlich geregelt. In Deutschland ist es verboten, größere Mengen Benzin oder andere leicht entzündliche Stoffe in der Wohnung aufzubewahren. Selbst kleine Reservekanister sind nur eingeschränkt erlaubt. Hintergrund ist der Brandschutz – dennoch wirkt die Regelung auf viele überraschend konkret.
Sonntagsruhe auch für den Rasenmäher
Das Mähen des Rasens oder der Einsatz lauter Gartengeräte ist an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich verboten. Die sogenannte Sonn- und Feiertagsruhe ist gesetzlich geschützt. Wer trotzdem zum Rasenmäher greift, riskiert Ärger mit Nachbarn und Ordnungsamt. Ruhe hat in Deutschland Verfassungsrang – zumindest akustisch.
Tiere sind keine Sachen – rechtlich aber fast
Im deutschen Gesetz steht ausdrücklich, dass Tiere keine Sachen sind. Gleichzeitig werden sie in vielen rechtlichen Fragen dennoch wie Sachen behandelt, etwa bei Haftung oder Besitz. Diese juristische Sonderstellung wirkt widersprüchlich und sorgt regelmäßig für Diskussionen.
Das Recht auf Selbstverteidigung mit ungewöhnlichen Mitteln
In Deutschland ist Notwehr erlaubt – theoretisch auch mit ungewöhnlichen Gegenständen. Ob Handtasche, Regenschirm oder Pfanne: Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern die Verhältnismäßigkeit. Ein kurioser, aber ernst gemeinter Grundsatz des Strafrechts.
Keine falschen Titel führen
Wer sich in Deutschland unrechtmäßig als Doktor, Professor oder Ingenieur ausgibt, begeht eine Straftat. Titelmissbrauch kann mit Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe geahndet werden. Während in anderen Ländern Titel oft locker gehandhabt werden, versteht Deutschland hier keinen Spaß.
Kennzeichenklau verboten – auch zum Spaß
Das Abmontieren von Autokennzeichen, selbst als Scherz oder Streich, ist strafbar. Es gilt als Urkundenfälschung oder Diebstahl. Was für manche nach einem harmlosen Spaß klingt, kann schnell ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben.
Keine Maske in der Öffentlichkeit
Das sogenannte Vermummungsverbot untersagt es, in der Öffentlichkeit das Gesicht zu verdecken, wenn dadurch die Identifizierung verhindert wird. Ursprünglich für Demonstrationen gedacht, kann das Gesetz auch bei bestimmten Kostümen oder Aktionen greifen.
Der klassische Bürokratie-Klassiker: Formulare für alles
Zwar kein einzelnes Gesetz, aber typisch deutsch: Viele Vorgänge sind gesetzlich so geregelt, dass ohne Antrag, Formular oder Nachweis nichts geht. Vom Anwohnerparkausweis bis zur Hundesteuer – Regelungen existieren für nahezu jede Lebenslage.








