Nach dem Rekordjahr 2024 drohen erneut extreme Temperaturen: Klimaforscher warnen, dass das Wetterphänomen La Niña in diesem Jahr zusätzliche Hitze begünstigen könnte. Experten sehen ein erhöhtes Risiko für neue Temperaturrekorde.
La Niña im Anmarsch: Klimaphänomen könnte 2026 neue Hitzerekorde bringen

Wetterumschwung im Pazifik
Klimawissenschaftler beobachten im tropischen Pazifik eine deutliche Abkühlung der Meeresoberfläche. Dieses Muster deutet auf die Entwicklung des Klimaphänomens La Niña hin. La Niña ist das Gegenstück zu El Niño und beeinflusst weltweit Temperatur- und Niederschlagsmuster.
Während El Niño in der Regel für besonders hohe globale Durchschnittstemperaturen sorgt, wirkt La Niña statistisch eher leicht kühlend. Dennoch warnen Fachleute davor, daraus Entwarnung abzuleiten.
Rekordhitze trotz Abkühlungsphase möglich
Nach Angaben internationaler Klimaforscher könnte selbst ein La-Niña-Jahr neue Hitzerekorde bringen. Hintergrund ist die fortschreitende Erderwärmung durch Treibhausgase. Die globale Durchschnittstemperatur liegt inzwischen auf einem so hohen Niveau, dass natürliche Schwankungen wie La Niña die Hitze nur begrenzt dämpfen.
Bereits 2024 war laut mehreren Klimadiensten das wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Selbst wenn La Niña leicht kühlend wirkt, bleibt das Temperaturniveau außergewöhnlich hoch.
Auswirkungen auf Europa und Deutschland
La Niña verändert atmosphärische Strömungen weltweit. In Europa kann das je nach Ausprägung zu stabilen Hochdrucklagen führen, die Hitzeperioden begünstigen. Meteorologen weisen darauf hin, dass insbesondere langanhaltende Trockenphasen wahrscheinlicher werden könnten.
Für Deutschland bedeutet das ein erhöhtes Risiko für Hitzewellen, Dürren und Belastungen für Landwirtschaft und Infrastruktur. Gleichzeitig können in anderen Weltregionen stärkere Niederschläge und Überschwemmungen auftreten.
Klimawandel als dominanter Faktor
Experten betonen, dass natürliche Klimaphänomene wie La Niña oder El Niño zwar kurzfristige Schwankungen verursachen, der langfristige Erwärmungstrend jedoch klar auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen ist. Selbst in Phasen, die historisch eher kühlere Bedingungen begünstigten, werden inzwischen außergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen.
Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie stark sich La Niña tatsächlich ausprägt und wie sie mit den bereits erhöhten globalen Durchschnittstemperaturen zusammenwirkt.








