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Schneeschmelze und Dauerregen: Hier droht jetzt Hochwasser in Deutschland

Milde Temperaturen lassen den Schnee schmelzen, gleichzeitig ziehen neue Regenfronten über das Land. Meteorologen warnen vor steigenden Pegeln – in mehreren Regionen Deutschlands könnte es kritisch werden.

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Foto: depositphotos

In weiten Teilen von Deutschland sorgt eine gefährliche Wetterkonstellation für erhöhte Hochwassergefahr. Nach frostigen Tagen steigen die Temperaturen deutlich an. Die Folge: Große Schneemengen in Mittelgebirgen und Voralpenregionen tauen rasch ab. Gleichzeitig fällt teils kräftiger Regen.

Pegelstände steigen spürbar an

Besonders betroffen sind Regionen mit zuvor hoher Schneedecke. Wenn Tauwasser auf zusätzliches Niederschlagswasser trifft, können Flüsse und Bäche innerhalb kurzer Zeit anschwellen. Hydrologen beobachten vor allem kleinere und mittlere Gewässer, die schneller auf Wetterumschwünge reagieren.

In Süddeutschland sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz rechnen Experten mit deutlich steigenden Wasserständen. Auch in Einzugsgebieten von Nebenflüssen kann es lokal zu Überflutungen kommen.

Böden vielerorts gesättigt

Hinzu kommt, dass viele Böden durch die winterlichen Niederschläge bereits stark durchfeuchtet sind. Sie können zusätzliches Wasser nur noch begrenzt aufnehmen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Regen direkt in die Flüsse abfließt und die Pegel weiter steigen.

Wetterdienste sprechen von einer dynamischen Lage, da Temperaturanstieg und Niederschläge zeitlich zusammenfallen. Je nach Intensität des Regens kann sich die Situation regional schnell verschärfen.

Behörden bereiten sich vor

In potenziell gefährdeten Gebieten werden Pegelstände engmaschig überwacht. Kommunen halten Hochwasserschutzmaßnahmen wie Sandsäcke und mobile Barrieren bereit. Anwohner in Flussnähe werden aufgefordert, Keller und tieferliegende Räume vorsorglich zu sichern.

Besonders kritisch kann die Lage werden, wenn zusätzlich starke Regenfälle in kurzer Zeit auftreten. Die kommenden Tage gelten daher als entscheidend für die Entwicklung der Wasserstände.

TS
Quellen: Bild.de