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Schüler kämpfen gegen Gefahren extremer 54 Grad Hitze in Frankreich

In einer Grundschule in Frankreich wurden bei extremer Hitze von bis zu 54 Grad Celsius Schüler ohnmächtig und mussten sich übergeben. Der Unterricht wurde abgebrochen und sofortige Maßnahmen zur Abkühlung eingeleitet.

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Hitzewelle: 54 Grad! Schüler erbrechen und fallen in Ohnmacht
KI-generiert

Extreme Temperaturen in einer Grundschule in Frankreich

Im Süden Frankreichs, in der Stadt Soustons, wurden in einem Klassenzimmer alarmierende 54 Grad Celsius gemessen. Diese extremen Temperaturen veranlassten die Schulleitung, den Nachmittagsunterricht abzubrechen. Florian Deygas, der zuständige Schulbeauftragte, berichtete von einem besorgniserregenden Vorfall, bei dem ein Kind das Bewusstsein verlor und mehrere Schüler sich übergeben mussten. Diese erschreckenden Ereignisse werfen gravierende Fragen zu den Lernbedingungen der Kinder auf.

Maßnahmen zur Abkühlung und Unterrichtsende

Aufgrund der extremen Hitze entschied man sich, den Unterricht bereits um 12 Uhr zu beenden. Um den Schülern Erleichterung zu verschaffen, wurden Wassersprüher auf dem Schulhof installiert. Zudem erhielten die Familien der betroffenen Kinder kostenlosen Zugang zu einem Freibad, um eine Abkühlung zu ermöglichen.

Ursachen der hohen Temperaturen

Die hohen Temperaturen in der Grundschule sind auf einen Flur mit einem Glasdach zurückzuführen. Das in den 1980er Jahren errichtete Gebäude ist mit einfacher Verglasung ausgestattet, die für solche Hitze nicht ausgelegt ist. Eine Renovierung des Schulgebäudes ist in Planung, doch wird diese voraussichtlich noch mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Hitze-Warnungen und Todesfälle in Frankreich

Für 17 Départements in Frankreich wurde die zweithöchste Hitzewarnstufe ausgerufen, besonders betroffen sind der Westen des Landes und der Großraum Paris. Aufgrund der extremen Temperaturen sind bereits sieben Menschen verstorben. In zahlreichen Regionen wurden historische Höchstwerte erzielt, die um bis zu 15 Grad über den üblichen Temperaturen für diese Jahreszeit liegen. In Reaktion auf die Situation hat die Regierung eine Krisensitzung einberufen.

Hitze auch in anderen europäischen Ländern

Die Hitzewelle beschränkt sich nicht nur auf Frankreich, sondern betrifft auch andere europäische Länder wie Italien, Spanien und Portugal. So wurde in Mora, Zentralportugal, ein neuer Höchstwert von 40,3 Grad Celsius für den Monat Mai registriert. In Italien gelten für Rom und mehrere norditalienische Städte die höchsten Hitzewarnstufen. In Sevilla, Spanien, wurden Temperaturen von 41 Grad Celsius gemessen, was vom nationalen Wetterdienst als außergewöhnlich hoch eingestuft wird und normalerweise erst im Sommer erreicht wird.

Folgen des Klimawandels

Experten weisen darauf hin, dass häufigere und intensivere Hitzewellen eine direkte Folge des menschengemachten Klimawandels sind. Die aktuellen Ereignisse werfen ernste Fragen zur Vorbereitung der Bevölkerung auf derartige extreme Wetterbedingungen auf. Kritiker, darunter die Grünen-Chefin Marine Tondelier, werfen der Regierung vor, nicht angemessen auf die zunehmenden Hitzewellen zu reagieren und die Renovierung von Schulgebäuden zu verzögern. Viele Schulen sind entweder nicht mit Klimaanlagen ausgestattet oder verfügen über unzureichende Maßnahmen zum Schutz vor heißem Wetter.


Quellen: Bild, stern

Bildquelle: depositphotos

TS