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Wie sich das Wetterphänomen El Niño auf Deutschland auswirkt

Der aktuelle Super-El-Niño im tropischen Pazifik hat bereits zu extremen Wetterereignissen weltweit geführt. Prognosen deuten auf überdurchschnittliche Temperaturen und Niederschläge in Deutschland hin, während ein gestörter Polarwirbel Kälteeinbrüche im Winter 2026/27 möglich macht.

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Super-El-Niño braut sich zusammen: Auswirkungen auf Deutschland | Leben & Wissen
Ribledar via Wikimedia Commons (CC0)

El Niño: Ein sich verstärkendes Wetterphänomen

Der tropische Pazifik weist gegenwärtig eine auffällige Erwärmung auf, die weitreichende Folgen für das globale Wettergeschehen hat. In den letzten Wochen hat sich das El Niño-Phänomen in einem außergewöhnlichen Tempo verstärkt. Dies führt zu extremen Wetterlagen, die Dürreperioden, heftige Regenfälle und Überschwemmungen zur Folge haben. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat bereits ein starkes El Niño festgestellt. Eine zentrale Frage bleibt offen: Welche Auswirkungen sind in den kommenden Monaten zu erwarten?

Prognosen und Wahrscheinlichkeiten

Die WMO schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass El Niño bis Februar 2027 anhält, auf nahezu 100 Prozent. Auch die NOAA, die US-Wetterbehörde, sieht über 90 Prozent Chance auf einen Super-El-Niño im Herbst und Winter 2026/27. Diese Vorhersagen weisen auf eine anhaltende Wetterinstabilität hin, die in unterschiedlichen Weltregionen signifikante Veränderungen nach sich ziehen könnte.

Temperaturveränderungen im Pazifik

Im August 2026 kam es zu einer drastischen Erwärmung des Pazifiks, wobei die Temperaturen im westlichen Bereich um 1,8 Grad und im östlichen Bereich sogar um 3,4 Grad Celsius über dem Durchschnitt lagen. Solche Temperaturänderungen haben weitreichende Konsequenzen, da ein starker El Niño die globalen Niederschlags- und Temperaturmuster beeinflusst. Während in einigen Regionen das Risiko für Starkregen und Überschwemmungen steigt, sehen sich andere Gebiete Dürre, extremer Hitze und Waldbränden gegenüber.

Globale Auswirkungen und regionale Krisen

Celeste Saulo, die Generalsekretärin der WMO, berichtet von bereits sichtbaren Störungen und Verwüstungen, die durch Dürren und Überschwemmungen verursacht werden. In Peru wurde ein 60-tägiger Notstand ausgerufen, während Ecuador die höchste Warnstufe Rot aktiviert hat und einen nationalen Aktionsplan implementiert. In Indonesien sind zahlreiche Reisfelder wegen der Trockenheit bereits vertrocknet, was die Nahrungsmittelversorgung ernsthaft gefährdet. Hilfsorganisationen warnen ebenfalls für Teile Ost- und Südafrikas vor einer gefährlichen Kombination aus Dürre, Hitze und regionalen Überschwemmungen.

Einfluss auf die Hurrikanaktivität

Im Atlantik hat El Niño normalerweise eine hemmende Wirkung auf die Hurrikanaktivität, da erhöhte Windscherung die Bildung tropischer Wirbelstürme erschwert. Im östlichen und zentralen Pazifik hingegen sind die Bedingungen meist günstiger für die Entstehung dieser Stürme, was die Wahrscheinlichkeit von Hurrikans in diesen Regionen erhöht.

Winterprognosen für Deutschland 2026/27

Die Wettermodelle deuten für den kommenden Winter auf überdurchschnittliche Temperaturen und erhöhten Niederschlag in Deutschland hin. Besonders für Januar und Februar könnten interessante Entwicklungen bevorstehen, da ein starker El Niño bis in die Stratosphäre wirken und den Polarwirbel schwächen kann. Dieser Windring hat normalerweise die Funktion, kalte arktische Luft im Norden festzuhalten. Sollte der Polarwirbel gestört werden, könnten in den ersten Monaten des Jahres 2027 signifikante Kälteeinbrüche die Folge sein.

Globale Temperaturtrends

Darüber hinaus steigert das El Niño-Ereignis die Risiken für die globale Durchschnittstemperatur. Die WMO hält es für sehr wahrscheinlich, dass eines der Jahre zwischen 2026 und 2030 den bisherigen Temperaturrekord übertreffen wird. Besonders das Ende von 2026 könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass 2027 als ein neues Rekordjahr in die Geschichtsbücher eingeht.


Quellen: Bild, weather

Bildquelle: Ribledar via Wikimedia Commons (CC0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS