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2026: Verbraucher in Deutschland reduzieren Energieverbrauch aus wirtschaftlichen Gründen

Die Fachleute führen diesen Rückgang auf zwei wesentliche Faktoren zurück: die weiterhin hohen Energiepreise und die schwache wirtschaftliche Lage.

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Vadym Alyekseyenko auf Pexels

Der Energieverbrauch in Deutschland wird im Jahr 2026 voraussichtlich erheblich sinken. Experten schätzen, dass der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr rund drei Prozent betragen wird, wie aus einer Hochrechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in Berlin hervorgeht.

Ursachen für den Rückgang

Die Fachleute führen diesen Rückgang auf zwei wesentliche Faktoren zurück: die weiterhin hohen Energiepreise und die schwache wirtschaftliche Lage. Diese Umstände haben viele Haushalte dazu bewogen, ihren Energieverbrauch zu überdenken und sparsamer zu heizen.

Verändertes Heizverhalten der Haushalte

Insbesondere beim Heizöl ist ein drastischer Rückgang des Verbrauchs zu beobachten. Zwischen Januar und September fiel der Heizölverbrauch um über 38 Prozent. Die hohen Preise haben dazu geführt, dass Verbraucher ihre Bestände abgebaut und nur geringfügig nachgekauft haben, so die AGEB.

Preisanstieg durch geopolitische Konflikte

Nach dem Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran stiegen die Heizölpreise in Deutschland um nahezu 80 Prozent. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der börsengehandelte Rohölpreis um etwa 48 Prozent, was die Situation weiter verschärfte.

Anstieg bei Steinkohle und Erdgas

Während die Verbrauchszahlen für Mineralöl in den ersten neun Monaten des Jahres um mehr als zwölf Prozent sanken, gab es bei Erdgas und Steinkohle einen Anstieg des Verbrauchs. So verringerte sich der Absatz von Ottokraftstoff um vier Prozent und der Dieselabsatz fiel um mehr als neun Prozent.

Stromexporte übersteigen Importe

Die AGEB stellt zudem fest, dass in den ersten neun Monaten mehr Strom ins Ausland exportiert wurde, als importiert wurde. Der Saldo betrug 1,9 Terawattstunden, was einen Wendepunkt im Stromaustausch darstellt, da in den beiden Vorjahren deutliche Importüberschüsse verzeichnet wurden.

Erneuerbare Energien im Aufstieg

Für das gesamte Jahr wird ein Rückgang der energiebedingten CO2-Emissionen um etwa vier Prozent prognostiziert. Erneuerbare Energien gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2026 deckten sie bereits 58 Prozent des Strombedarfs in Deutschland ab. Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch stieg in den ersten neun Monaten auf 22,5 Prozent, verglichen mit 20,5 Prozent im Vorjahr.

Fossile Energieträger bleiben dominant

Trotz des Anstiegs der Erneuerbaren Energien bleibt der Energieverbrauch in Deutschland stark von fossilen Energieträgern geprägt. Diese lieferten zusammen 75,5 Prozent der benötigten Energie. In diesem Anteil sind auch Strommengen enthalten, die durch Müllverbrennung gewonnen wurden.

Constantin Röse, HR, tagesschau, 04.11.2026 • 15:36 Uhr


Quellen: tagesschau

Bildquelle: Vadym Alyekseyenko auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS