Preisunterschiede von bis zu 54 Cent bei Benzin und 50 Cent bei Diesel entdeckt. Autofahrer sollten lieber abfahren.
ADAC warnt: Hohe Spritpreise an Autobahntankstellen

Laut einer ADAC-Stichprobe zahlen Autofahrer in der bevorstehenden Sommerreisesaison an Autobahntankstellen häufig drauf. Der Verkehrsclub stellte fest, dass es einen Preisunterschied von durchschnittlich 39 Cent bei Super E10 und 38 Cent bei Diesel im Vergleich zu Tankstellen hinter der nächsten Ausfahrt gibt.
In der Spitze der Stichprobe mit 40 Tankstellenpaaren entlang der großen Autobahnen errechnete der ADAC Preisunterschiede von 54 Cent bei Benzin und 50 Cent bei Diesel. Damit fiel der Unterschied niedriger aus als vor einem Jahr. Damals hatte die höchste Differenz 70 Cent betragen. Die durchschnittlichen Unterschiede lagen mit damals 42 Cent bei Benzin und 36 bei Diesel dagegen in sehr ähnlichen Dimensionen wie jetzt.
ADAC: Besser abends tanken
«Das Phänomen, dass Autobahntankstellen unverhältnismäßig hohe Spritpreise verlangen, gibt es seit langem», kritisiert der Leiter des Ressorts Verkehr beim ADAC, Stefan Gerwens. «Aus Sicht des ADAC sind derart hohe Aufschläge nicht zu rechtfertigen.» Er rät Autofahrern, von der Autobahn abzufahren. Ein kurzer Umweg lohne sich praktisch immer, hieß es vom Verkehrsclub.
Die Spritpreise sind nach einer längeren Talfahrt wieder etwas gestiegen. Es scheint jedoch ein Zufall zu sein, dass dies zeitlich mit dem Beginn der Sommerreisezeit in den ersten Bundesländern zusammenfällt. Auch die Tatsache, dass nicht nur Benzin, sondern auch Diesel teurer geworden ist, deutet darauf hin, dass gewerbliche Kunden, die hauptsächlich Diesel tanken, einen größeren Einfluss haben.
Neben dem Verlassen der Autobahn empfiehlt der ADAC außerdem, abends zu tanken. Zu dieser Zeit sind beide Kraftstoffe in der Regel einige Cent günstiger als morgens. Laut Daten der EU-Kommission sollten Reisende, die ins Ausland fahren, die Spritpreise am Zielort berücksichtigen. Kraftstoffe sind vor allem im Osten und Südosten Deutschlands in der Regel deutlich günstiger als hierzulande.








