Nach der Ankündigung von Donald Trump, militärische Angriffe auf den Iran auszusetzen, sinken die Ölpreise deutlich. Während die asiatischen Börsen zunächst verhalten reagieren, wachsen die Sorgen um eine mögliche Abschwächung des KI-Booms.
Asiatische Märkte zögern, während Ölpreise nach Trumps Ankündigung nachgeben.

Ölpreise fallen nach Trumps Ankündigung, asiatische Börsen zeigen sich zurückhaltend
Am 3. August 2026 erlebten die Ölpreise einen merklichen Rückgang, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, einen Militärangriff auf den Iran vorerst auszusetzen. Der Preis der Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar, was einem Verlust von 4,64 Prozent entspricht, und lag somit bei 83,85 Dollar pro Barrel (159 Liter). Die US-Sorte WTI verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent und wurde mit 80,66 Dollar gehandelt.
Trump bezeichnete den geplanten Angriff, den er als den bedeutendsten seit dem Zweiten Weltkrieg einordnete, als vorübergehend ausgesetzt, um den Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben. Über seine Plattform Truth Social gab er bekannt, dass der Iran sowie weitere Länder im Nahen Osten um Zeit gebeten hätten, um eine Einigung zu erzielen. Ziel dieser Vereinbarung wäre es, die strategisch wichtige Meerenge umgehend und vollständig zu öffnen sowie der nuklearen Bedrohung durch den Iran ein Ende zu setzen. Offizielle Bestätigungen seitens des Iran zu diesen Gesprächen stehen jedoch noch aus.
Ostasien reagiert verhalten auf die Entwicklungen
Trotz des gesunkenen Ölpreises zeigten sich die Börsen in Ostasien zunächst zurückhaltend. Bis 12:30 Uhr Ortszeit fiel der südkoreanische Leitindex Kospi um fast fünf Prozent, während der japanische Nikkei 225 um 1,7 Prozent nachgab. Experten führen diese schwache Entwicklung auf zunehmende Bedenken zurück, dass der Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz möglicherweise nicht in diesem Tempo fortgeführt werden kann.
In Hongkong blieb der Hang Seng Index nahezu stabil und verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,2 Prozent. An den Festlandbörsen in China fiel der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten Werte zusammenfasst, um etwa 0,8 Prozent.
Opec+ erhöht Förderquote
Zusätzlich zu den geopolitischen Entwicklungen übt auch eine Entscheidung der Opec+ Druck auf die Ölpreise aus. Die Allianz erdölexportierender Länder beschloss am Sonntag, die Förderquote ab September um etwa 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Im Vormonat waren die Ölpreise durch wiederaufflammende Konflikte zwischen den USA und dem Iran sowie Angriffe auf Schiffe im Golf von Oman um über 20 Prozent gestiegen. Diese Vorfälle führten dazu, dass Reedereien in der Region vorsichtiger agierten.
Am Wochenende meldete die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO weitere drei Angriffe auf Tanker, was den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zusätzlich verlangsamte. Die Lage bleibt angespannt, und die Entwicklungen in der Region werden weiterhin genau verfolgt.
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Quellen: n-tv, WirtschaftsWoche
Bildquelle: Rhetos via Wikimedia Commons (CC0)








