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Atomkraftwerke unter Druck: Rosatom und die Folgen der Sanktionen

Im Jahr 2025 verzeichnete Rosatom einen Umsatz von umgerechnet 43,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von knapp acht Prozent entspricht. Doch der Konzern sieht sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, insbesondere im Auslandsgeschäft, das erstmals um 4,1 Prozent auf etwa 17,2 Milliarden US-Dollar gesunken ist.

Risse ins Putins Atomimperium: Die Kernkraftwerke von Rosatom stecken im
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Im Jahr 2025 verzeichnete Rosatom einen Umsatz von umgerechnet 43,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von knapp acht Prozent entspricht. Doch der Konzern sieht sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, insbesondere im Auslandsgeschäft, das erstmals um 4,1 Prozent auf etwa 17,2 Milliarden US-Dollar gesunken ist.

Rosatom: Ein zentraler Akteur in der russischen Wirtschaft

Rosatom, gegründet im Jahr 2007, ist ein bedeutender Bestandteil der russischen Wirtschaft. Der Atomkonzern beschäftigt über 400.000 Mitarbeiter und umfasst mehr als 350 Tochterunternehmen, die die gesamte nukleare Wertschöpfungskette abdecken, von der Uranförderung über die Brennstoffproduktion bis hin zum Bau von Kernkraftwerken und der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Zudem betreibt Rosatom die weltweit einzige Flotte von atomgetriebenen Eisbrechern.

Wachsende Probleme im Auslandsgeschäft

Die Schwierigkeiten, mit denen Rosatom konfrontiert ist, sind vielfältig. Dmitri Gortschakow, ein Experte für die russische Atomindustrie, äußerte, dass es zahlreiche Anzeichen für die Probleme gibt, die der Konzern nicht länger verbergen kann. Insbesondere die Auslandsprojekte, die traditionell eine Erfolgsstory waren, bereiten dem Unternehmen zunehmend Kopfzerbrechen. Der Umsatzrückgang im Auslandsgeschäft ist ein alarmierendes Signal, da Rosatom in 65 Ländern aktiv ist und alle Aufträge zusammen einen Wert von über 206 Milliarden US-Dollar haben.

Die Rolle von Rosatom im geopolitischen Kontext

Rosatom hat sich im internationalen Geschäft als eine Art inoffizielles Außenministerium Russlands etabliert. Der Konzern ist in zahlreichen Ländern aktiv, darunter China, Ägypten, Indien, die Türkei und Ungarn. Der Bau des Atomkraftwerks Paks 2 in Ungarn und das Akkuyu-Projekt in der Türkei sind zwei der aktuellen Herausforderungen, mit denen sich Rosatom auseinandersetzen muss. Beide Projekte leiden unter politischen, genehmigungsrechtlichen und technischen Problemen, die zu erheblichen Verzögerungen führen.

Sanktionen und deren Auswirkungen

Die westlichen Sanktionen, die im Zuge des Ukraine-Kriegs verhängt wurden, belasten Rosatom zusätzlich. Obwohl der Konzern nie direkt sanktioniert wurde, hat er dennoch mit den Auswirkungen zu kämpfen. Rosatom-Chef Alexej Lichatschow sprach von einem “Sanktions-Fleischwolf”, der die Projekte in Ungarn und der Türkei beeinträchtigt. Investitionen in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar wurden eingefroren, und das Zahlungssystem des Unternehmens ist gestört.

Die geopolitischen Folgen für Russland

Die Probleme von Rosatom haben nicht nur Auswirkungen auf das Unternehmen selbst, sondern auch auf die russische Wirtschaft insgesamt. Der Konzern ist für die Finanzierung neuer Atomkraftwerke auf die Unterstützung russischer Banken angewiesen. Ein Rückgang der Geschäfte von Rosatom könnte somit auch die russischen Staatsfinanzen belasten. Zudem ist das schwindende Vertrauen in die Fähigkeiten von Rosatom eine persönliche Niederlage für Präsident Wladimir Putin, der oft als Markenbotschafter des Konzerns auftritt.

Insgesamt zeigt sich, dass Rosatom vor erheblichen Herausforderungen steht, die nicht nur die Zukunft des Unternehmens, sondern auch die geopolitische Position Russlands als Atomnation gefährden.


Quellen: n-tv

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS