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Windenergie-Ausbau verlangsamt sich im ersten Halbjahr

Die Zahl neuer Windräder ging um 19 Prozent zurück, aber die Genehmigungen stiegen um 32 Prozent. Der Süden muss beim Ausbau aufholen.

Der Ausbau der Windkraft verliert an Tempo - zumindest vorübergehend.
Foto: Thomas Banneyer/dpa

Der Ausbau der Windenergie ist im ersten Halbjahr etwas ins Stocken geraten. Laut Branchenangaben wurden bundesweit 250 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von etwa 1,3 Gigawatt errichtet – das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der neu genehmigten, aber noch nicht realisierten Windräder stieg jedoch um 32 Prozent auf 847.

Insbesondere diese positive Entwicklung sollte beachtet werden, sagte Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands Windenergie. Es gibt viel Potenzial für den Ausbau. Auf den rückläufigen Zubau im ersten Halbjahr verwies sie darauf, dass es im April unglaublich starke Winde gab, so dass Kräne nicht aufgebaut werden konnten und es technische Probleme auf Baustellen gab.

Des Weiteren gab es aufgrund einer Sperrung auf der Autobahn A27 bei Cuxhaven Schwierigkeiten beim Transport von Rotorblättern. Die meisten Rotorblätter für Windräder gelangen über den Hafen dort und werden anschließend ins Landesinnere gebracht.

Heidebroek betonte, dass es nach wie vor ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beim Ausbau der Windkraft an Land gebe. Die meisten neuen Anlagen wurden im ersten Halbjahr in Nordrhein-Westfalen errichtet, gefolgt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Im Gegensatz dazu hätten Länder wie Baden-Württemberg und Bayern nur einen kleinen Beitrag zum Ausbau geleistet. Der Süden müsse dringend aufholen und geeignete Flächen ausweisen, so Heidebroek.

„Das Treffen findet am 15. Juni um 14:00 Uhr im Konferenzraum statt“, sagte der Manager.

dpa