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Fluggäste in Deutschland von weiteren Warnstreiks betroffen

Luftsicherheitspersonal ruft zu Streiks an verschiedenen Flughäfen auf. Passagiere müssen mit Einschränkungen rechnen.

Auch am Freitag bleiben in Deutschland viele Flieger am Boden.
Foto: Peter Kneffel/dpa

Aufgrund weiterer Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals müssen Fluggäste in Deutschland auch am Freitag mit Einschränkungen rechnen. An den Flughäfen Hannover, Dortmund, Weeze, Dresden, Leipzig und Karlsruhe/Baden-Baden hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen. Mehrere Tausend Passagiere sind betroffen. Am späten Donnerstagabend traten in Hannover die ersten Beschäftigten in den Ausstand. Verdi will mit den Warnstreiks vor der nächsten Verhandlungsrunde am 20. März den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Bereits am Donnerstag fielen Hunderte Verbindungen aus

Schon am Donnerstag haben Warnstreiks des Sicherheitspersonals an fünf deutschen Flughäfen den Betrieb weitgehend lahmgelegt. Betroffen waren Flughäfen in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Karlsruhe/Baden-Baden sowie Köln/Bonn. In der Regel wurden alle Abflüge gestrichen, da Passagiere und Fracht keine Sicherheitskontrollen mehr passieren konnten. Auch bei den Landungen gab es zahlreiche Ausfälle. Der Flughafenverband ADV schätzt, dass mehr als 580 Flugverbindungen gestrichen wurden. Für Freitag erwartet der Verband eine deutlich geringere Anzahl an abgesagten Verbindungen.

In Dortmund und Weeze sind am Freitag keine Flüge geplant, während in Hannover der Streik nur von Mitternacht bis 12.00 Uhr stattfinden soll. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden hat alle sechs für Freitag geplanten Flüge als gestrichen oder umgeleitet markiert. In Dresden soll der Warnstreik laut Verdi um 4.00 Uhr beginnen und um 12.00 Uhr enden, während in Leipzig von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr gestreikt werden soll.

Verhandlungen für rund 25.000 Beschäftigte

In den Tarifverhandlungen geht es um die Löhne und Arbeitsbedingungen von etwa 25.000 Beschäftigten privater Sicherheitsdienstleister. Sie überwachen im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und Gepäck an den Zugängen zum Sicherheitsbereich. Bislang hat es fünf Verhandlungsrunden in dem Tarifkonflikt gegeben.

In einen der anderen aktuellen Tarifkonflikts im Luftverkehr kam am Donnerstagabend noch Bewegung: Verdi und die Lufthansa kündigten an, in den Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal eine Schlichtung anzupeilen. Parallel will Verdi eine Urabstimmung vorbereiten, um den Boden für «Erzwingungsstreiks» vorzubereiten. 

dpa