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Hohe Rabatte auf Neuwagen in Deutschland: Elektroautos teurer als Verbrenner

Die Rabatte für Neuwagen in Deutschland steigen, besonders bei Verbrennern. E-Autos sind bis zu 25 Prozent teurer als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge.

In Deutschland sind E-Autos bis zu 25 Prozent teurer als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

In Deutschland erhalten Autokäufer derzeit erneut hohe Rabatte auf Neuwagen. Dies gilt sowohl für Elektroautos als auch für Verbrenner, wie eine aktuelle Analyse des Car-Instituts Duisburg zeigt. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den nächsten Monaten verstärken wird.

In Deutschland sind E-Autos bis zu 25 Prozent teurer als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge, schrieben die Experten. Bei den 30 zulassungsstärksten E-Autos gewährten die Hersteller im Januar im Durchschnitt 13,6 Prozent Rabatt – bei den 30 zulassungsstärksten Verbrennern sogar 17,1 Prozent. «Dies war sicherlich nur der Anfang, um den Markt für Privatkunden attraktiver zu gestalten».

Die Hersteller haben die staatliche Umweltprämie für E-Autos in ihre Absatzplanung für 2024 einbezogen und versuchen nun, die von der Bundesregierung plötzlich gestrichene Prämie mit eigenen Rabatten und Preissenkungen auszugleichen. Tesla und die chinesischen Hersteller MG und BYD verstärken den Preisdruck, da sie in Deutschland Marktanteile sichern wollen. Einige Rabatte, Wechselprämien und Preissenkungen sind sogar höher als die Umweltprämie.

«Der E-Auto-Markt gleicht einem Hexenkessel! Wer nicht in die Preisreduzierung einsteigt, hat ein hohes Risiko, Marktanteile zu verlieren», heißt es in dem Bericht.

Laut ADAC bietet Dacia beim Modell Spring Electric momentan 10.000 Euro Rabatt. «Der elektrische Kleinwagen kostet demnach nur noch 12 750 Euro». VW gewähre auf die ID-Modelle 3, 4, 5 und 7 Nachlässe zwischen 4760 und 7735 Euro. Renault habe beim Mégane E-Tech den Listenpreis um 6400 bis 7200 Euro gesenkt. BYD habe bei fünf Modellen den Listenpreis reduziert «und gewährt dazu noch teils üppige Rabatte». Auch bei Fiat, Smart, GWM, Polestar, Nissan und Tesla gebe es Schnäppchen.

Die generelle Kaufzurückhaltung zeige sich stärker bei den allgemein teureren E-Autos, schrieben die Car-Branchenexperten. Das Interesse an Verbrennern wachse wieder, begleitet von Rabattaktionen. «Wir erwarten für die kommenden Monate eine Fortsetzung dieses Trends mit einer Zunahme der Rabatte auf bis zu 18 oder mehr Prozent.»

Die Veränderungen bei der Marke Opel von Stellantis haben sich besonders deutlich gezeigt: Die Rabatte sind Anfang Januar um 1 bis 2 Prozentpunkte gestiegen. Derzeit sind sie bei einigen Modellen um 6 Punkte höher als im Dezember. Die höchsten Preisnachlässe in der Top-30-Liste werden derzeit vom Cupra Formentor, dem Skoda Karoq und dem Renault Techno mit etwa 25 Prozent Rabatt auf den Listenpreis verzeichnet.

dpa