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Bahnstrecke Frankfurt-Mannheim gesperrt

Dutzende stark belastete Bahnkorrdiore in Deutschland sollen in den nächsten Jahren saniert werden, um die Pünktlichkeit der Züge zu verbessern. Reisende spüren die Folgen.

Die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim ist bis zum 22. Januar 2024 gesperrt. Reisende müssen auf Busse ausweichen.
Foto: Arne Dedert/dpa

Die Deutsche Bahn plant, mit etwa 1000 Busfahrten pro Tag die Beeinträchtigungen für Reisende zwischen Frankfurt und Mannheim aufgrund der Sperrung der Riedbahn zu minimieren. Der Projektleiter für den Ersatzverkehr, Felix Thielmann, berichtete am Morgen, dass der Schienenersatzverkehr sehr erfolgreich gestartet sei.

Am 1. Januar um 23 Uhr wurde die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim gesperrt. Für eine umfangreichere Sanierung in der zweiten Jahreshälfte werden drei Wochen lang vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Der Fern-, Regional- und Güterverkehr in drei Bundesländern ist betroffen. Nach Angaben der Bahn verkehren auf dieser Strecke etwa 300 Züge und 15.000 Reisende sind betroffen.

Laut eigenen Angaben setzt die Bahn entlang dieser Strecke mehr als 150 Ersatzbusse ein, 70 davon im Eigenbetrieb. Damit Reisende sie leichter finden, sind sie purpurfarben beklebt. Es werden moderne Fahrzeuge mit Wlan, USB-Anschluss, Info-Displays und großen Gepäckfächern eingesetzt.

Milliardenprojekt Rheintalbahn – Sperrung bei Rastatt geplant

Zu den großen Baustellen der Deutschen Bahn gehört auch der milliardenschwere Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Hier will die Bahn 2024 wichtige Etappen erreichen. Um den südlichen Anschluss des Rastatter Tunnels fertigzustellen, ist im Sommer eine Vollsperrung geplant, sagte der verantwortliche Projektleiter, Philipp Langefeld, der dpa. «Für den Personenverkehr wird es im August rund drei Wochen lang zwischen Baden-Baden und Rastatt einen Schienenersatzverkehr mit Bussen geben.»

Im Tunnelbau der bereits bestehenden Rheintalbahn ereignete sich im August 2017 ein Unfall. Die Gleise darüber sanken ab und der Verkehr wurde für mehrere Wochen unterbrochen. Um den Schaden zu begrenzen, wurde eine große Menge Beton in die Röhre gepumpt. Die Arbeiten dort verzögerten sich stark.

Der Bund und die DB werden etwa 14,2 Milliarden Euro in den Ausbau der rund 200 Kilometer langen Strecke im Rheintal investieren. Das Ziel ist es, dass Züge in Zukunft schneller und pünktlicher auf dieser stark frequentierten Route fahren können.

dpa