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Bayer gewinnt nach Durststrecke wieder Glyphosat-Fall in USA

Noch immer beschäftigen den Pharma- und Agrarchemiekonzern die Glyphosatfälle, die Bayer als Folge der Monsanto-Übernahme geerbt hat. Nun hat der Konzern einen Prozess gewonnen.

Die PCB- und Glyphosatfälle sind ein Erbe des 2018 für über 60 Milliarden Dollar übernommenen US-Agrarchemiekonzerns Monsanto.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einer Reihe von Niederlagen hat Bayer einen Glyphosat-Rechtsstreit in den USA gewonnen. Die Entscheidung eines Geschworenengerichts in San Benito County im Bundesstaat Kalifornien bestätige, dass der Unkrautvernichter Glyphosat «nicht für die Krankheit des Klägers verantwortlich ist», wie Bayer am Wochenende mitteilte. «Wir haben damit 10 der letzten 15 Prozesse gewonnen und sehen uns in der Strategie bestärkt, Klagen vor Gericht auszutragen.»

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern, der im Dax gelistet ist, hat in letzter Zeit mehrere Rückschläge hinnehmen müssen, nicht nur vor Gericht, sondern auch bei der Entwicklung eines bedeutenden Medikamentenkandidaten.

Vor einer Woche wurde eine US-Geschworenenjury im Bundesstaat Washington dazu verpflichtet, Bayer im Rechtsstreit um angebliche Gesundheitsfolgen der seit Jahrzehnten verbotenen Chemikalie PCB zu einer Schadenersatzzahlung von insgesamt 857 Millionen US-Dollar (785 Millionen Euro) zu verurteilen. Ehemalige Schüler und Eltern einer Schule im Raum Seattle sollen diese erhalten. Bayer plant, wie auch in anderen Fällen, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen.

Die Fälle von PCB und Glyphosat sind eine Konsequenz der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018, die über 60 Milliarden Dollar gekostet hat. Insbesondere die Beilegung der Glyphosat-Streitigkeiten hat bereits Milliarden verschlungen. Es wird darüber diskutiert, ob der Unkrautvernichter krebserregend für Menschen ist. Bayer lehnt den Verdacht ab.

dpa