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Besserung zum Jahresende: Chinas Wirtschaft wächst

Chinas Wirtschaft schließt das Jahr mit einem robusten Wachstum ab. Doch auch 2024 steht die zweitgrößte Volkswirtschaft vor großen Herausforderungen. Ministerpräsident Li wirbt in Davos um Vertrauen.

Chinas Statistikamt veröffentlicht die Wachstumszahlen für das vergangene Jahr.
Foto: Chen Sihan/XinHua/dpa

Die chinesische Wirtschaft hat das offizielle Wachstumsziel der Regierung zum Jahresende mit einer Aufholjagd übertroffen. Das Statistikamt in Peking gab bekannt, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft um 5,2 Prozent gewachsen ist.

Wie im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft im Gesamtjahr um 5,2 Prozent. In den vorherigen drei Quartalen betrug das Wachstum der chinesischen Wirtschaft 4,5 Prozent, 6,3 Prozent und 4,9 Prozent. Das Wachstumsziel der Regierung für das Gesamtjahr lag bei etwa fünf Prozent.

Zeichen für anhaltende Unsicherheit

Die exportgetriebene Wirtschaft hat in letzter Zeit vor allem unter der schwachen globalen Nachfrage, dem kriselnden Immobilienmarkt und dem schwachen Binnenkonsum gelitten. Das Wachstumsziel für das laufende Jahr wird im März bekannt gegeben, wenn der Volkskongress zu seiner Jahrestagung zusammentritt.

Nachdem die strengen Corona-Regeln beendet wurden, verzeichnete die Wirtschaft zunächst ein deutliches Wachstum, das jedoch schnell an Schwung verlor. Darüber hinaus haben ausländische Unternehmen vermehrt ihre in China erzielten Gewinne abgezogen, was als Hinweis auf die anhaltende Unsicherheit interpretiert wird.

Chinas Nummer zwei, Ministerpräsident Li Qiang, hatte bereits am Vortag beim Wirtschaftsforum in Davos das Wachstumsziel von 5,2 Prozent enthüllt. Laut Li Qiang wird die Wirtschaft des Landes mit etwa 1,4 Milliarden Einwohnern bis 2023 wiederhergestellt sein.

Li wirbt um ausländische Investitionen

China habe keine «massiven Anreize» benötigt, um seine Wirtschaft voranzutreiben, und kein kurzfristiges Wachstum unter Langzeitrisiken in Kauf genommen, sagte Li. Der Ministerpräsident warb um ausländische Investitionen und kündigte an, dass sich China weiter öffnen wolle.

Die chinesischen Exporte gewannen im Dezember wieder an Fahrt, was ein Zeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft ist. Trotzdem war das Jahr 2023 insgesamt eine Herausforderung für den chinesischen Außenhandel, da die Exporte aufgrund der schwächeren globalen Nachfrage um 4,6 Prozent zurückgingen. Auch die Importe Chinas sanken um 5,5 Prozent.

dpa