Erster Erfolg in Spanien: Gericht verurteilt Betrüger zum Stoppen des Verkaufs gefälschter BMW-Produkte auf Amazon und zur Zahlung von Schadenersatz.
Amazon und BMW Group gewinnen vor Gericht gegen Handel mit gefälschten Produkten

Amazon und die BWW Group haben zusammen vor dem Europäischen Unionsmarkengericht in Alicante, Spanien, erfolgreich gegen den Handel mit gefälschten BMW-Produkten geklagt. Laut einer gemeinsamen Erklärung der beiden Unternehmen hat das Gericht vier in Spanien ansässige Personen wegen des versuchten Verkaufs von gefälschten BMW-Teilen und -Zubehör auf der Onlineplattform in ganz Europa verurteilt. Die Betrüger dürfen die gefälschten Produkte nicht mehr anbieten, müssen sie vernichten und den Klägern Schadenersatz leisten.
Laut der Abteilung für Fälschungskriminalität (Counterfeit Crimes Unit, CCU) von Amazon und der BMW Group handelt es sich um den ersten Gerichtserfolg dieser Art in Spanien. Die Betrüger, die in dem Zivilprozess verurteilt wurden, haben gegen geltende Gesetze verstoßen, Amazon-Richtlinien verletzt und die eingetragenen Marken der BMW Group missachtet. Ihr Ziel war es, gefälschte Produkte wie Ventilkappen, Embleme und Schlüsselanhänger zu verkaufen. Sie haben sogar gefälschte Herkunftsnachweise vorgelegt.
Amazon hat die verdächtigen Aktivitäten mit Hilfe fortschrittlicher maschineller Lerntechnologien entdeckt und mit der BMW Group zusammengearbeitet, um zu bestätigen, dass es sich bei den fraglichen Produkten um Fälschungen handelte. Daraufhin hat Amazon die Verkaufskonten der Beklagten gesperrt, die mit dem Fall verbundenen Angebote entfernt und die betroffenen Kunden von sich aus entschädigt.
Hersteller büßen Umsätze von 16 Milliarden Euro ein
Die Zahlen der EU-Agentur für geistiges Eigentum (EUIPO/Alicante) von Januar zeigen, wie gravierend die wirtschaftlichen Auswirkungen der Produktpiraterie sind. Laut diesen Zahlen verlieren europäische Hersteller von Bekleidung, Kosmetik und Spielwaren jährlich Umsätze in Höhe von etwa 16 Milliarden Euro aufgrund von gefälschten Produkten. Darüber hinaus gehen durch derartige Betrügereien rund 200.000 Arbeitsplätze verloren. Der Internethandel stellt einen wichtigen Vertriebskanal für solche Waren dar.
Amazon betonte, es nehme das Problem sehr ernst. «Amazon hat Null-Toleranz für gefälschte Produkte und wird den Kampf gegen Fälscher:innen dort führen, wo auch immer sie operieren», sagte Kebharu Smith, Leiter der CCU. Jochen Volkmer, Leiter der Rechtsabteilung für Marken-, Designrecht und gewerblichen Rechtsschutz bei der BMW Group, fügte hinzu, wenn beide Unternehmen ihre Fähigkeiten zusammenlegten, um Fälschungen zu identifizieren und zu bekämpfen, sei das sehr erfolgreich.








