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Bosch entwickelt smartes Auto-Cockpit

Bosch zeigt auf der Technikmesse CES, wie KI im Auto-Cockpit das Fahrerlebnis verändert. Was das System leistet und warum der Konzern auf Software setzt.

Bosch hat auf der Technikmesse CES ein KI-basiertes Fahrzeug-Cockpit vorgestellt.
Foto: Christoph Dernbach/dpa

Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch hat auf der Technikmesse CES ein KI-basiertes Fahrzeug-Cockpit präsentiert. Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH, erklärte in Las Vegas, dass es sich um ein System handelt, mit dem die Umgebung im Auto hochgradig personalisiert werden kann.

Das Cockpit, das in Zusammenarbeit mit Autoherstellern entwickelt wurde, verfügt über ein KI-Sprachmodell, mit dem man mit dem System wie mit einer realen Person kommunizieren kann. Ein weiteres KI-Modell erfasst auch visuelle Informationen, um das Geschehen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs zu interpretieren. Dadurch ist es beispielsweise möglich, dass das KI-System die Parkplatzsuche am Zielort übernimmt.

Auto kann hören und sehen

«Bei diesem KI-Cockpit habe ich es mit Algorithmen zu tun, die sehen und hören können», sagte Rückert der dpa in Las Vegas. «Und ich kann mich mit dem System wie mit einer Person unterhalten. Damit wird das Cockpit zu meinem personalisierten Raum. Das ist eine ganz andere Art, Auto zu fahren.» Die Bosch-Managerin wollte jedoch noch nicht sagen, bei welchem Autoproduzenten das KI-Cockpit zuerst zum Einsatz kommen wird.

Auf der CES kündigte Bosch außerdem eine Kooperation mit dem amerikanischen Start-up Kodiak ‍AI an, mit dem man standardisierte Hard- und Software für ‍fahrerlose Lastwagen entwickeln will. Der «Kodiak Driver» ist ein modulares Hard- und Software-System, das in herkömmliche Lkw integriert werden kann, um sie autonom fahren zu lassen.

Wachstumsmarkt USA

Rückert sagte, Bosch investiere viel in die USA, weil dies ein großer Wachstumsmarkt sei. «Wir sind ein globales Unternehmen und die Beschäftigten in aller Welt profitieren davon, natürlich auch Kollegen und Kolleginnen in Deutschland», sagte die Bosch-Managerin. Sie trat damit Befürchtungen entgegen, die Investitionen in den USA gingen zulasten der Beschäftigung in Deutschland. «Produkte, die wir in Deutschland herstellen, werden in die USA geliefert, genauso wie umgekehrt.» Bosch hatte zuletzt Schlagzeilen mit der Ankündigung von Zehntausenden Stellenstreichungen gemacht.

Die Bosch-Geschäftsführerin betonte auf der CES die Wichtigkeit des Digitalbereichs für den Gesamterfolg des Konzerns. Bis Anfang der nächsten Dekade wird Bosch einen Umsatz von über sechs Milliarden Euro aus Software und digitalen Diensten erzielen. Davon sollen rund zwei Drittel auf die Autozuliefersparte Mobility entfallen.

dpa