Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Bosch plant drastischen Abbau von 750 Arbeitsplätzen in Abstatt bis 2029

Von den Arbeitsplatzverlusten ist insbesondere die Mobilitätssparte betroffen.

Konkurrenz aus Asien setzt Bosch in Abstatt unter Druck
Bildquelle: P. L. auf Unsplash

Der Technologiekonzern Bosch plant am Standort Abstatt im Kreis Heilbronn, bis Ende 2029 insgesamt 750 Arbeitsplätze abzubauen. Diese Entscheidung ist Bestandteil eines umfassenden Sparprogramms, das auf die Herausforderungen in der Automobilbranche reagiert. Das Unternehmen betont, dass der Abbau sozialverträglich gestaltet werden soll. Der wachsende Preisdruck durch asiatische Wettbewerber und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben zu dieser Maßnahme geführt.

Von den Arbeitsplatzverlusten ist insbesondere die Mobilitätssparte betroffen. Laut Bosch sollen in diesem Bereich in mehreren Phasen über 23.000 Stellen in Deutschland gestrichen werden. Die stagnierende weltweite Fahrzeugproduktion und die rückläufige Nachfrage in Europa sind wesentliche Faktoren, die zu dieser Entwicklung beitragen. Zudem wird der zunehmende Wettbewerbsdruck durch asiatische Firmen, die günstigere Lösungen anbieten, als entscheidend angesehen.

Veränderungen im Bereich Bremssysteme

Im Zuge des Wandels auf dem Automobilmarkt verändert sich auch das Produktportfolio bei Bremssystemen. Bosch verzeichnet eine steigende Nachfrage nach kosteneffizienten Lösungen. Diese neuen integrierten Systeme stehen unter starkem Preiswettbewerb, während asiatische Anbieter verstärkt auf den europäischen Markt drängen. Innovative Technologien, wie elektronische Bremssysteme, die die mechanische Verbindung zwischen Bremspedal und Bremsen aufheben, entstehen häufig in Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern.

Standort Abstatt und betroffene Geschäftsbereiche

Der Standort Abstatt beschäftigt derzeit rund 5.300 Mitarbeiter. Am stärksten betroffen von den Stellenstreichungen ist der Geschäftsbereich Vehicle Motion, der Bremssysteme und Software für Fahrzeugbewegungen entwickelt. Bereiche wie Cross-Domain Computing Solutions, die mit Fahrzeugelektronik und -software arbeiten, sind nicht von den Kürzungen betroffen. Diese Einheiten haben bereits eigene Sanierungspläne in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern umgesetzt.

Die Bosch Engineering GmbH, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens, hat zudem freiwillige Vereinbarungen zur Reduzierung von Arbeitsplätzen getroffen. Bis Ende 2028 sollen an den Standorten Abstatt und Holzkirchen insgesamt 380 Stellen sozialverträglich abgebaut werden, zusätzlich sind weitere 100 Stellen geplant.

Globale Herausforderungen für Bosch

Die Herausforderungen, vor denen Bosch steht, sind nicht neu. Die weltweite wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, und geopolitische Unsicherheiten verstärken die Komplexität der Situation. Im ersten Halbjahr 2026 konnte Bosch ein Umsatzwachstum von 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro verzeichnen, das jedoch hauptsächlich durch Zukäufe bedingt war. Im vergangenen Jahr übernahm der Konzern das Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi.

Dennoch hat die Profitabilität des Unternehmens gelitten; der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern sank von 2,3 Milliarden Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Um sich neu auszurichten, plant Bosch, die Mobilitätssparte und zentrale interne Servicebereiche in separate Gesellschaften auszugliedern. Etwa 62.500 Mitarbeiter sollen in diese neuen Tochtergesellschaften wechseln, wobei die Arbeitsbedingungen und Gehälter unverändert bleiben.

Christian Fischer, der neue CEO von Bosch, hebt hervor, dass das Ziel darin besteht, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu steigern, um zukünftige technologische Innovationen eigenständig finanzieren zu können.


Quellen: n-tv, Handelsblatt

Bildquelle: Bildquelle: P. L. auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS