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Bosch plant Stellenabbau in Werkzeugsparte

Nächster Stellenabbau bei Technologiekonzern Bosch: In den vergangenen Wochen wurde der Rotstift bereits im Bereich Autozulieferung gezückt. Nun ist die Werkzeugsparte an der Reihe.

Bosch Power Tools stellt unter anderem Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und Zubehör her.
Foto: Marijan Murat/dpa

Der Technologiekonzern Bosch will am Hauptsitz seiner Werkzeugsparte Power Tools Hunderte Stellen abbauen. «Nach aktuellem Stand geht das Unternehmen von einem Abbaubedarf bis Ende 2026 von bis zu 560 Stellen (…) aus», teilte eine Bosch-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Pläne betreffen also mehr als 25 Prozent der etwa 2000 Mitarbeiter am Standort in Leinfelden-Echterdingen in Schwaben. Insgesamt arbeiten bundesweit etwa 3100 Personen bei Power Tools.

Der Konzern nannte veränderte Markt- und Kundenanforderungen als einen Grund. Während der Corona-Pandemie wurde der Bedarf weitestgehend gesättigt. Die hohe Inflation und die allgemein angespannte wirtschaftliche Lage haben das Konsumklima nachhaltig eingetrübt. Außerdem plant das Unternehmen, in die Erweiterung des Portfolios kabelloser Elektrowerkzeuge zu investieren und das Nordamerika-Geschäft auszubauen.

«Um seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, muss das Unternehmen über die bereits laufenden Maßnahmen hinaus, wie etwa die Einsparung von Sachkosten, auch seine Personalkosten in den Zentral-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen senken», hieß es. Einzelne Tätigkeiten sollen auch an kostengünstigeren Standorten im Ausland angesiedelt werden. Der Schritt ist laut dem Bereichsvorstandsvorsitzenden Thomas Donato notwendig, um die Position in einem hart umkämpften globalen Markt zu sichern und auszubauen.

Laut der Bosch-Sprecherin sollen die Stellen sozialverträglich gestaltet werden. Beispiele dafür sind Altersteilzeit- und Vorruhestandsangebote, Abfindungsvereinbarungen und die Vermittlung an andere Standorte der Bosch-Gruppe. Es werden nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen über die Pläne geführt.

Bosch Power Tools produziert verschiedene Produkte wie Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und Zubehör. Zusammen mit den Haushaltsgeräten bildet dieser Bereich den Geschäftsbereich Consumer Goods, der im Jahr 2022 etwa 25 Prozent des gesamten Bosch-Umsatzes von etwas mehr als 88 Milliarden Euro ausmachte.

In den letzten Wochen wurden mehrere ähnliche Pläne für die deutlich größere Autozuliefersparte bekannt. Bosch plant derzeit, bis zu 3200 Stellen abzubauen, einschließlich der Antriebssparte sowie der Bereiche, die für Fahrzeugcomputer, Steuergeräte und die entsprechende Software verantwortlich sind.

dpa