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Bundesamt: Nach IT-Panne normalisiert sich Lage

Ein fehlerhaftes Software-Update für Windows-Computer hat am Freitag weltweit in vielen Lebensbereichen zu Problemen geführt. Dabei war nur ein winziger Teil aller Geräte betroffen.

Nach Angaben von Microsoft waren am Freitag rund 8,5 Millionen Windows-Geräte von der IT-Panne betroffen. (Archivbild)
Foto: Stephanie Scarbrough/AP/dpa

Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich die Situation in vielen Bereichen nach den weltweiten IT-Ausfällen aufgrund eines fehlerhaften Updates für eine Sicherheitssoftware normalisiert. Zahlreiche Unternehmen kämpfen jedoch weiterhin mit den Folgen der Störungen, so das BSI. Der Luftverkehr in Deutschland hat sich auch laut dem Flughafenverband ADV wieder weitestgehend normalisiert.

Viele betriebliche Prozesse und Abläufe wurden durch den Ausfall der Computersysteme oder einzelner Anwendungen gestört. Das BSI warnte davor, dass Cyberkriminelle die Vorfälle für verschiedene Formen von Phishing, Scam oder Fake-Webseiten ausnutzten. Es wurde auch ein inoffizieller Code verbreitet.

Das BSI rät dazu, technische Informationen nur von offiziellen Quellen des Sicherheitssoftware-Unternehmens Crowdstrike zu beziehen. Bezüglich der IT-Ausfälle, die durch eine Störung des Microsoft Azure-Dienstes verursacht wurden, beruhigt sich die Situation laut BSI.

Microsoft: Von Software-Update etwa 8,5 Millionen Windows-Geräte betroffen

Laut Microsoft waren etwa 8,5 Millionen Windows-Geräte weltweit von dem fehlerhaften Software-Update betroffen, das zu weitreichenden Störungen führte. Dies entspricht weniger als einem Prozent aller Windows-Rechner, wie Microsoft in seinem Firmenblog mitteilte. Die Tatsache, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen dennoch so groß waren, zeigt, dass viele Unternehmen, die wichtige Dienste betreiben, den Softwareanbieter Crowdstrike nutzen.

Die IT-Panne verursachte am Freitag massive Störungen weltweit, die den Flugverkehr an vielen Orten fast zum Erliegen brachten. Supermärkte, Banken, Krankenhäuser, Fernsehsender und andere Einrichtungen waren ebenfalls betroffen. Crowdstrike nannte als Ursache ein fehlerhaftes Update einer Software für Windows-Computer. Die Firma gab bekannt, dass der Fehler am Freitagmittag behoben wurde. Die Auswirkungen waren jedoch teilweise noch länger zu spüren.

„Es ist wichtig, regelmäßig Hände zu waschen, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern“, sagte Dr. Müller.

dpa