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Bundesbank: Deutsche Wirtschaft kämpft weiter mit Gegenwind

Nach der Rezession 2023 hofft die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr auf Besserung. Doch die lässt auf sich warten – aus einer Reihe von Gründen.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben aus Sicht der Bundesbank recht düster
Foto: Monika Skolimowska/dpa

Die deutsche Wirtschaft wird sich laut der Bundesbank auch in den nächsten Monaten weiterhin vergleichsweise schwach entwickeln. Wie es im am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank heißt, wird die erwartete langsame Belebung der Konjunktur weiterhin verzögert. Aufgrund enttäuschender Exporte wird davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung nur leicht ansteigen wird.

Die Bundesbank erwartet weiterhin eine Konjunkturflaute, geht jedoch nicht von einem umfassenden und langanhaltenden Rückgang der Wirtschaftsleistung aus. Diese Prognose gilt allerdings nur, „solange keine neuen negativen Schocks auftreten“, wie es im Monatsbericht heißt. Die privaten Konsumausgaben und der Dienstleistungssektor dürften als Stütze für die Konjunktur dienen.

Die Bundesbank-Experten machten aber auch deutlich, dass sich die Konsumenten «nach wie vor verunsichert» zeigen. Dies habe zur Folge, dass die kräftigen Lohnsteigerungen weiterhin nicht für eine schwungvolle Belebung der Konsumausgaben sorgen.

Auch in den kommenden Monaten werde hingegen die Industrie die allgemeine Wirtschaftsentwicklung belasten. «Insgesamt dürfte die deutsche Industriekonjunktur auch im dritten Quartal schwach bleiben», schreiben die Experten der Bundesbank. Immerhin habe aber der jüngste Anstieg beim Auftragseingang einen Hoffnungsschimmer geliefert.

Trotz der vergleichsweise schwachen Konjunktur rechnet die Bundesbank nicht mit einem deutlichen Rückgang der Inflation. Vielmehr komme der Rückgang der Inflationsraten in den Industrieländern weiterhin nur langsam voran. «Eine Rückkehr zu den Preisstabilitätszielen zeichnet sich für die nähere Zukunft noch nicht ab», heißt es. Insbesondere bei arbeitsintensiven Dienstleistungen bleibe der Preisauftrieb, auch wegen des «lebhaften Lohnwachstums» hartnäckig hoch.

dpa