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Butterpreise steigen wieder: Supermärkte erhöhen Kosten deutlich

Nach einer Phase niedriger Preise müssen Verbraucher in Deutschland wieder tiefer in die Tasche greifen. Discounter und Supermärkte haben den Preis für Butter spürbar angehoben – ein wichtiger Grund dafür liegt bei den Einkaufspreisen.

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Foto: depositphotos

Butter wird im Supermarkt wieder teurer

Verbraucher in Deutschland müssen sich erneut auf steigende Butterpreise einstellen. Mehrere große Handelsketten haben ihre Preise für ein 250-Gramm-Päckchen Deutscher Markenbutter angehoben.

Statt wie bisher 99 Cent kostet die Butter der Eigenmarken bei vielen Händlern inzwischen 1,19 Euro. Damit ist der Preis innerhalb kurzer Zeit um rund 20 Prozent gestiegen.

Händler verweisen auf steigende Einkaufspreise

Discounter wie Aldi Nord und Lidl erklären den Preisanstieg vor allem mit höheren Einkaufskosten. Auch andere Händler passen ihre Preise an.

Eine Sprecherin von Kaufland erklärte, dass sich die Preisgestaltung im Handel unter anderem nach Marktlage, Wettbewerb sowie Angebot und Nachfrage richte.

Starke Preisschwankungen im vergangenen Jahr

Der Butterpreis hatte zuletzt starke Schwankungen erlebt. Im Herbst 2024 erreichten die Preise einen historischen Höchststand. Damals mussten Kunden zeitweise bis zu 2,39 Euro für das günstigste 250-Gramm-Päckchen bezahlen.

Grund dafür waren unter anderem geringere Milchmengen von Landwirten und ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch. Auch die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit beeinträchtigte die Milchleistung vieler Tiere.

Überangebot ließ Preise zunächst fallen

Im Laufe des vergangenen Jahres sanken die Preise dann deutlich. Im Dezember rutschte der Preis für Butter sogar kurzzeitig unter einen Euro.

Der Grund war ein Überangebot auf dem Markt: Molkereien erhielten mehr Milch als im Vorjahr, während gleichzeitig der Fettanteil der Rohmilch wieder anstieg. Verbesserte Wetterbedingungen und bessere Futtersituationen spielten dabei ebenfalls eine Rolle.

Hohe Nachfrage treibt Preise erneut an

Laut Philipp Hennerkes vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels sorgten die niedrigen Preise dafür, dass besonders viel Butter verkauft wurde. Dadurch hätten sich die Überschüsse am Markt reduziert.

Auch die Marktexpertin Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft erklärt, dass die Nachfrage nach abgepackter Butter und Blockbutter zu Jahresbeginn deutlich gestiegen sei. Dadurch erhöhten sich die Einkaufspreise – und schließlich auch die Preise für Verbraucher.

TS
Quellen: n-tv.de