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Chinas Außenhandel im März wieder schwächer

Der Jahresbeginn deutete in China auf eine Erholung bei Importen und Exporten hin. Doch die Zahlen für den März scheinen die anfänglichen Hoffnungen wieder im Keim zu ersticken.

Die exportgetriebene chinesische Wirtschaft verzeichnete 2023 mit einem Rückgang um 4,6 Prozent einen deutlichen Einbruch der Ausfuhren.
Foto: Christian Charisius/dpa

Nach einer Erholung zu Jahresbeginn hat der chinesische Außenhandel im März erneut einen Rückschlag erlitten. Vor allem die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 7,5 Prozent in US-Dollar, wie der chinesische Zoll am Freitag in Peking bekannt gab. Die Importe gingen um 1,9 Prozent zurück. Analysten hatten einen geringeren Rückgang der Exporte erwartet und sogar mit einem Anstieg der Importe gerechnet.

Im Zeitraum von Januar bis März erhöhten sich die Ein- und Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 1,5 Prozent. China exportierte in diesem Zeitraum 2,9 Prozent weniger nach Deutschland und importierte sogar 16,6 Prozent weniger.

Die chinesische Wirtschaft, die vom Export getrieben wird, verzeichnete im Jahr 2023 einen deutlichen Rückgang der Ausfuhren um 4,6 Prozent. Ebenso sanken die Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im gesamten Jahr um 5,5 Prozent. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich jedoch eine Stabilisierung ab.

Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent geplant

Die Außenhandelsbilanz übertraf im Januar und Februar schließlich die Erwartungen der Analysten. Der Wert der chinesischen Exporte stieg in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf umgerechnet 528 Milliarden US-Dollar (rund 484 Milliarden Euro). Die Importe stiegen um 3,5 Prozent auf rund 125 Milliarden US-Dollar.

Die chinesische Regierung strebt in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von etwa fünf Prozent an. Beobachter betrachten die Zielvorgabe angesichts der wirtschaftlichen Lage der Volksrepublik, die weiterhin unter dem Einfluss der Immobilienkrise und schwacher Konsumdaten steht, als ehrgeizig.

dpa