Nach einem schwierigen Jahr stabilisieren sich die Aus- und Einfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft. Doch ausgerechnet deutsche Exporteure profitieren nicht.
Chinas Außenhandel zieht unerwartet stark an

Der chinesische Außenhandel setzte seine Erholung in den ersten beiden Monaten des Jahres fort. Laut der Pekinger Zollbehörde stieg der Wert der chinesischen Exporte im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf umgerechnet 528 Milliarden US-Dollar (rund 484 Milliarden Euro). Die Importe erhöhten sich um 3,5 Prozent auf rund 125 Milliarden US-Dollar.
Der Anstieg der Ein- und Ausfuhren übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Aufgrund von Schwankungen durch das chinesische Neujahrsfest, das entweder im Januar oder Februar stattfindet, werden die Daten in China für beide Monate zusammengefasst.
In den ersten beiden Monaten des Jahres war der chinesische Handel mit Deutschland jedoch gemischt. „Während die chinesischen Ausfuhren in die Bundesrepublik um 2,1 Prozent stiegen, sanken die Importe im Vorjahresvergleich um 18,3 Prozent.“ In die gesamte EU gingen Chinas Exporte um 1,3 Prozent zurück, die Importe sanken um 9,4 Prozent.
Handelsboom zwischen China und Russland
Der Handelsboom zwischen China und Russland setzte sich fort. „Hier stiegen die chinesischen Exporte um 12,5 Prozent, während die Importe mit 6,7 Prozent ebenfalls kräftig zulegten.“ Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich der Handel der beiden Nachbarländer deutlich beschleunigt.
Im vergangenen Jahr verzeichnete der chinesische Außenhandel einen deutlichen Rückgang, da die Exporte um 4,6 Prozent und die Importe um 5,5 Prozent fielen. Trotzdem zeigte sich zum Ende des Jahres bereits eine Stabilisierung des Handels in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.
Laut Handelsminister Wang Wentao wurden trotz eines schwierigen globalen Handelsumfelds positive Anzeichen bei den Exporten und Importen in China verzeichnet. Wang erklärte am Mittwoch am Rande der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking: „Die Erholung wird sich fortsetzen.“
Chinas Regierungschef Li Qiang hatte am Dienstag zum Auftakt des Volkskongresses ein ehrgeiziges Wachstumsziel von rund fünf Prozent für dieses Jahr angekündigt. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass es nicht einfach werde, die Vorgaben zu erfüllen. «Es wird nicht einfach sein, die diesjährigen Ziele zu erreichen», sagte Li zu den 2872 Delegierten. Man müsse «hart arbeiten» und auf allen Seiten an einem Strang ziehen.








