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Commerzbank erreicht Rekordgewinn dank Zinswende

Die Commerzbank verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von über 2,2 Milliarden Euro, der hauptsächlich auf die Zinswende zurückzuführen ist. Das Unternehmen plant, das Ergebnis weiter zu steigern und den Aktionären Dividenden und Aktienrückkäufe in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro anzubieten.

Die Commerzbank hat 2023 ihr bestes Ergebnis seit 15 Jahren erwirtschaftet.
Foto: Helmut Fricke/dpa

Die Commerzbank verzeichnete im letzten Jahr aufgrund der Zinswende einen Rekordgewinn. Der Überschuss stieg innerhalb eines Jahres von über 1,4 Milliarden Euro auf etwas mehr als 2,2 Milliarden Euro, wie das Geldhaus in Frankfurt, das vor knapp einem Jahr in den Dax zurückgekehrt ist, mitteilte. Dadurch erzielte die Bank ihr bestes Ergebnis seit 15 Jahren.

Konzernchef Manfred Knof kündigte an, die Bank werde «das Konzernergebnis im laufenden Jahr erneut steigern». Knof hatte nach seinem Antritt bei der Commerzbank Anfang 2021 den Sparkurs verschärft. Die Bank baute Tausende Stellen ab und verkleinerte ihr Filialnetz in Deutschland deutlich.

Jedoch hätte der Gewinn der Commerzbank bereits im Jahr 2022 deutlich höher ausfallen können, wenn damals nicht die Belastungen in Höhe von über einer Milliarde Euro durch die polnische Tochtergesellschaft mBank, unter anderem im Zusammenhang mit Schweizer-Franken-Krediten, aufgetreten wären. Im vergangenen Jahr haben auch Sonderbelastungen in Polen in Höhe von etwa 1,1 Milliarden Euro das Ergebnis gedrückt.

Nettoergebnis soll bis 2027 deutlich steigen

In den kommenden Jahren plant die Commerzbank, durch den Ausbau des Geschäfts mit vermögenden Privatkunden und die Einführung weiterer digitaler Angebote für Firmenkunden höhere Gewinne zu erzielen. Der Vorstand strebt an, das Nettoergebnis bis 2027 auf etwa 3,4 Milliarden Euro zu steigern.

Die Commerzbank hat beschlossen, dass auch die Aktionärinnen und Aktionäre in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 profitieren sollen. Der deutsche Staat ist seit der Rettung in der Finanzkrise 2008/2009 der größte Anteilseigner der Bank und hat Steuermilliarden investiert. Insgesamt sind drei Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2023 sollen den Aktionärinnen und Aktionären rund eine Milliarde Euro zugutekommen.

dpa