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Rekordhoch für Dax trotz steigender Zinsen

Anleger halten Aktien, Rüstungswerte gefragt, Gewinnmitnahmen könnten folgen. US-Börsen im Minus, EuroStoxx 50 moderat im Plus.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Selbst nach einer siebenwöchigen Serie von Gewinnen zeigte der Dax zu Beginn der verkürzten vorösterlichen Börsenwoche keine bedeutende Schwäche. Mit 18 285,58 Punkten erreichte der deutsche Leitindex am Montagnachmittag ein weiteres Rekordhoch und schloss 0,30 Prozent fester bei 18.261,31 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg um 0,17 Prozent auf 26.666,96 Punkte.

Nach wie vor setzen die Anleger ihre Hoffnungen auf bald sinkende Zinsen in den USA und Europa. «Wer derzeit Aktien hat, gibt sie nicht her und wer keine hat, ist immer stärker gezwungen, auf den fahrenden Börsenzug aufzuspringen und treibt damit die Kurse weiter nach oben», analysierte der Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets die Lage. Irgendwann könnten aber Gewinnmitnahmen einsetzen, warnte er.

Zum Ende des Handelstages in Europa verzeichnete der US-Leitindex Dow Jones Industrial einen Rückgang von 0,4 Prozent. Der EuroStoxx 50 Index verzeichnete zum Start der Woche moderate Gewinne, ebenso wie der französische Cac 40. Im Gegensatz dazu schloss der britische FTSE 100 leicht im Minus.

Rüstungswerte waren auch am Montag aufgrund der weltweit brisanten Sicherheitslage gefragte Investments und setzten ihren jüngsten Rekordlauf fort. Die Aktien des Elektronikspezialisten Hensoldt erreichten ein weiteres Rekordhoch und beendeten den Tag als klarer MDax-Spitzenreiter mit einem Plus von mehr als 10 Prozent. Der Gewinn beläuft sich in diesem Jahr auf 67 Prozent. Auch die Aktien von Rheinmetall (plus 1,4 Prozent) und des Börsenneulings Renk (plus 7,6 Prozent) erreichten Höchststände.

Die Aktien des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials stiegen nach einer Empfehlung der Deutschen Bank erstmals seit 2008 wieder über 100 Euro. Am Ende legten sie um 1,0 Prozent zu.

Die LEG Immobilien konnten von positiven Analysten-Einschätzungen profitieren, was zu einem Anstieg von 0,9 Prozent führte. Die Barclays Bank hat die Titel doppelt hochgestuft, während Goldman Sachs die Verkaufsempfehlung zurückzog.

Der Werbekonzern Ströer plant, Anlegern für das Jahr 2023 eine Dividende in Höhe des Vorjahres zu zahlen. Experten hatten mit einer höheren Ausschüttung gerechnet. Die Aktien verloren 1,7 Prozent.

Zum Wochenbeginn veröffentlichte der Labordienstleister Synlab Geschäftszahlen. Ein Händler bemerkte, dass der Ausblick für 2024 etwas unter den Erwartungen liege. Dennoch steht die geplante Übernahme durch den Finanzinvestor Cinven im Mittelpunkt. Die Titel verloren 3,1 Prozent an Wert.

Zuletzt wurde der Euro mit 1,0836 US-Dollar gehandelt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) lag am Nachmittag bei 1,0835 Dollar.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,41 Prozent am Freitag auf 2,39 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 125,22 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,43 Prozent auf 132,55 Punkte.

dpa