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Verluste am deutschen Aktienmarkt nach US-Konjunkturdaten und enttäuschenden Quartalsberichten

Die Anlegerstimmung trübte sich ein, der Dax schloss mit 0,13% Verlust. Erwartungen an Börsenrally könnten sich nicht erfüllen.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Nach einem anfänglich positiven Verlauf hat der Dax mit leichten Verlusten geschlossen. Der deutsche Aktienmarkt geriet am Nachmittag unter Druck durch US-Konjunkturdaten, enttäuschende Reaktionen auf Quartalsberichte von US-Banken und einen schwachen Start an der US-Börse. Die Stimmung der Anleger, die am Morgen noch optimistisch waren, verschlechterte sich plötzlich wieder.

Der deutsche Leitindex stieg zeitweise auf 18.200 Punkte, fiel jedoch letztendlich um 0,13 Prozent auf 17.930,32 Punkte. In dieser Woche verzeichnete der Dax ein Minus von 1,4 Prozent. Der MDax, der Index der mittelgroßen Börsenwerte, verlor 0,47 Prozent auf 26.576,83 Punkte.

Es gab ähnliche Entwicklungen in ganz Europa, mit Ausnahme der Londoner Börse. In den USA gab es vor allem bei der technologielastigen Nasdaq-Börse deutliche Verluste, aber auch der Dow Jones, als bekanntester Index der New Yorker Börse an der Wall Street, schloss in Europa schwächer.

«Die Anleger haben eine stressige Börsenwoche hinter sich», resümierte Marktanalyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Die noch zu Wochenbeginn erhoffte Stabilisierung über 18 000 Punkten sei gescheitert. In der nun anlaufenden Berichtssaison in den USA und Europa könne bald die Entscheidung fallen, ob es eine Chance für ein Wiederaufleben der Börsenrally gebe oder ob es zu einer größeren Korrektur komme.

Die ersten Geschäftsberichte aus dem Finanzsektor zum Auftaktquartal 2024 von JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup stießen bei den Anlegern nicht besonders gut auf. Insbesondere das Flaggschiff JPMorgan enttäuschte, vor allem aufgrund eines getrübten Kostenausblicks und einer ausbleibenden Anhebung der Jahresziele.

dpa