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Deutscher Aktienmarkt wenig verändert nach Zinsentscheid der EZB

Dax schließt mit kleinem Plus, während MDax nach unten geht. EuroStoxx 50 verzeichnet moderate Gewinne.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) schloss der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag nahezu unverändert. Der Dax beendete den Handel mit einem minimalen Anstieg von 0,10 Prozent auf 16.906,92 Punkten. Damit bleibt der deutsche Leitindex in der Nähe seines Rekordhochs von knapp 17.000 Punkten. Im Gegensatz dazu verzeichnete der MDax einen Rückgang um 0,25 Prozent auf 26.075,58 Punkte.

Das Ifo-Geschäftsklima, das überraschend getrübt war, hatte kaum Auswirkungen auf den Aktienmarkt am Vormittag. Dies galt später auch für den Zinsentscheid der EZB. Trotz zunehmender Konjunktursorgen gab die EZB Forderungen nach einer Zinssenkung nicht nach. Der Leitzins, zu dem Banken im Euroraum frisches Geld bei der EZB erhalten können, bleibt vorerst bei 4,5 Prozent.

Die bedeutendsten Handelsplätze in Europa verzeichneten moderate Gewinne. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete einen Anstieg von 0,4 Prozent. In Paris und London stiegen die nationalen Indizes jeweils um 0,1 Prozent. Zum europäischen Börsenschluss lag der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial um 0,2 Prozent höher.

Die Quartalszahlen von Tesla waren enttäuschend und die Aussagen des Elektroautobauers zum laufenden Jahr haben auch Auswirkungen auf deutsche Autobauer. Die Aktien von Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW und Porsche AG gingen um bis zu 1,8 Prozent zurück. Tesla hat die Markterwartungen nicht erfüllt und prognostiziert, dass die Auslieferungen wahrscheinlich langsamer als im Vorjahr wachsen werden.

Aufgrund der Branchenergebnisse stand auch Infineon mit einem Abschlag von 0,7 Prozent negativ im Fokus. Die Markterwartungen wurden enttäuscht, da der Umsatzausblick des Konkurrenten STMicroelectronics für das laufende Quartal nicht zufriedenstellend war. Anleger interpretieren dies als Hinweis darauf, dass die schwache Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen weiterhin anhält.

Symrise erhielt hingegen positive Vorgaben. Die Aktien stiegen um 2,8 Prozent, nachdem der schweizerische Konkurrent Givaudan die Erwartungen in seinem Jahresergebnis leicht übertroffen hatte.

Die Aktien von Adidas stiegen um 5,7 Prozent und wurden zum größten Gewinner im Dax. Händler nannten als Grund mögliche Aussagen, die im Rahmen eines mutmaßlichen Analysten-Gesprächs über die Entwicklung des Sportartikelhändlers gemacht wurden.

Der Aktienkurs des Konkurrenten Puma zeigte keine Anzeichen einer Stabilisierung. Nachdem die Aktien am Vortag aufgrund eines enttäuschenden Zwischenberichts um zehn Prozent gefallen waren, fielen sie am Donnerstag um 2,1 Prozent. Die Analysten von Jefferies, Oddo BHF und Societe Generale reagierten jeweils mit Herabstufungen.

Zuletzt sank der Euro auf 1,0836 US-Dollar. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,0893 Dollar festgelegt.

Die Rendite deutscher Bundesanleihen stieg von 2,32 Prozent am Vortag auf 2,36 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,24 Prozent auf 125,29 Punkte und der Bund-Future stieg um 0,57 Prozent auf 134,47 Zähler.

dpa