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Deutscher Aktienmarkt legt zu, Schwergewichte gefragt

Der Dax schloss leicht im Plus, blieb nahe 19.000 Punkten. Autowerte im Fokus, Mercedes-Aktien trotz Hochstufung im Minus.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Am Pfingstmontag stiegen die Kurse an der deutschen Börse leicht an. Der Leitindex Dax schloss nach einem Handelstag mit wenig Impulsen und geringen Börsenumsätzen um 0,35 Prozent höher bei 18.768,96 Punkten. Besonders gefragt waren Schwergewichte wie SAP, Siemens, Airbus und Deutsche Telekom.

Das Börsenbarometer blieb somit in Reichweite der Marke von 19.000 Zählern, die der Dax bisher noch nicht überschreiten konnte. Knapp darunter hatte der Index in der Vorwoche ein Rekordhoch erreicht. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss am Montag mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 27.482,05 Zählern.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz auf «Overweight» und senkten die Papiere von Porsche AG sowie die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf «Underweight». Für den Autosektor insgesamt nahmen die Experten der Investmentbank eine «vorsichtige» Haltung ein, was die Aktienkurse dann auch nachgeben ließ.

Die Mercedes-Aktien fielen trotz der Hochstufung um 1,4 Prozent. Laut Experten von Morgan Stanley sind die Erwartungen am Markt für Volkswagen und die Porsche AG zu hoch. Besonders kritisiert wurde die hohe Abhängigkeit beider Unternehmen vom Geschäft in China. Volkswagen verlor 1 Prozent und die Porsche AG 1,9 Prozent.

Die Aktien von Siemens Energy fielen als Dax-Schlusslicht um 2,6 Prozent. Laut einem Zeitungsbericht plant der Energietechnikkonzern, den indischen Windturbinenbereich seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy zu veräußern. Die Transaktion wird auf eine Milliarde US-Dollar bewertet, so die indische Wirtschaftszeitung Mint unter Berufung auf informierte Quellen. Der Jahresumsatz des Bereichs soll laut dem Bericht 700 Millionen Dollar betragen.

Die Aktien des Versandhändlers für Geschäftsausstattung Takkt verzeichneten optisch einen Rückgang von fast 10 Prozent, da sie ex Dividende gehandelt wurden. Ohne den Abschlag von einem Euro hätte der Kursverlust nur knapp 3 Prozent betragen.

Auch an den anderen europäischen Börsen setzte sich eine leichte Aufwärtstendenz durch. Der EuroStoxx 50, das Leitbarometer der Eurozone, gewann 0,2 Prozent. In Paris stieg der Index noch etwas stärker an, während der Londoner FTSE 100 kaum Veränderungen verzeichnete. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss zum europäischen Handel leicht im Plus.

Der Euro blieb nahezu unverändert und wurde zuletzt mit 1,0860 US-Dollar gehandelt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank lag bei 1,0861 US-Dollar (Freitag: 1,0844). Somit kostete der Dollar 0,9207 (0,9221).

Die Umlaufrendite stieg am Rentenmarkt von 2,54 Prozent am Freitag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,19 Prozent auf 124,26 Punkte. Der Bund-Future sank am Abend um 0,07 Prozent auf 130,60 Zähler.

dpa