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Dax stabilisiert sich vor US-Inflationsdaten

Schwache Industriedaten aus Deutschland haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder etwas zurückhaltender gemacht. Der Dax, der gestern über 16.700 Punkten geschlossen hatte, hatte am Dienstag nicht genug Schwung. Letztendlich schloss der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,17 Prozent bei 16.688,36 Zählern. Angesichts der erneuten Schwäche der US-Börsen ist das jedoch durchaus bemerkenswert. Der […]

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Schwache Industriedaten aus Deutschland haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder etwas zurückhaltender gemacht. Der Dax, der gestern über 16.700 Punkten geschlossen hatte, hatte am Dienstag nicht genug Schwung. Letztendlich schloss der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,17 Prozent bei 16.688,36 Zählern. Angesichts der erneuten Schwäche der US-Börsen ist das jedoch durchaus bemerkenswert.

Der MDax der mittelgroßen Werte schloss den Tag mit einem Plus von 0,03 Prozent bei 26.323,90 Punkten ab. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,41 Prozent auf 4467,17 Punkte und auch in Paris und London wurden leichte Verluste verzeichnet. Zum europäischen Börsenschluss gab der Dow Jones Industrial um 0,5 Prozent nach. Die Nasdaq-Indizes erholten sich nach einem schwachen Start deutlich und zeigten sich zuletzt auf dem Niveau des Vortagesschlusses.

Die deutlichsten Aktienbewegungen an diesem Dienstag waren vor allem studiengetrieben, mit Ausnahme von Covestro. Das Papier des Kunststoffherstellers ging am Nachmittag kurzzeitig kräftig auf Berg- und Talfahrt, bevor es mit 1,0 Prozent tiefer schloss. Händler verwiesen auf Spekulationen auf der Finanz-Website «Betaville». Unter dem Schlagwort «Uncooked Alert», unter dem Marktgerüchte weitergegeben werden, wurde dort berichtet, dass die Übernahmeverhandlungen mit dem arabischen Ölkonzern Adnoc wohl «nicht so gut wie erwartet» liefen.

Ansonsten fielen die BASF-Aktien im Dax um 2,7 Prozent auf 45,51 Euro. Eine negative Analystenstudie belastete sie. Laut Bernstein-Analyst Gunter Zechmann ist der Aktienkurs des Chemieunternehmens zu hoch. Im MDax stiegen die Kion-Aktien um 3,3 Prozent. Das Analysehaus Jefferies hat sie für das Jahr 2024 als Favoriten eingestuft. Jungheinrich verzeichnete am Dienstag Kursgewinne von 2,4 Prozent.

DWS, die von der US-Bank Goldman Sachs nun zum Kauf empfohlen werden, verzeichneten im Nebenwerte-Index SDax einen Anstieg um 0,9 Prozent. Die Fondstochter der Deutschen Bank bietet ein breites Angebot an passiven Investitionen und alternativen Investments.

Wacker Neuson verzeichnete einen Rückgang um 3,4 Prozent. Der Jefferies-Analyst Martin Comtesse zog seine Kaufempfehlung für die Aktie zurück. Er prognostiziert ein Überangebot auf den europäischen Absatzmärkten im Bereich Landwirtschaft und Bau. Daher wird das Jahr 2024 voraussichtlich schwierig für den Baumaschinenhersteller. Morphosys war das Schlusslicht im SDax und litt weiterhin unter Gewinnmitnahmen mit einem Minus von 8,5 Prozent.

Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar an Wert und wurde am späten Nachmittag mit 1,0934 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,0940 (Montag: 1,0946) Dollar fest. Der Dollar hatte somit einen Wert von 0,9140 (0,9135) Euro.

Die Umlaufrendite am Rentenmarkt stieg von 2,18 Prozent am Vortag auf 2,21 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 126,24 Punkte. Der Bund-Future verzeichnete einen Verlust von 0,34 Prozent auf 135,38 Punkte.

dpa