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Dax leidet unter Kursverlusten von Bayer

Bayer-Aktien verlieren fast 5 Prozent nach Rekord-Schadenersatz-Urteil in den USA

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Am Montag hat der Dax auch aufgrund von Kursverlusten von Bayer gelitten. Allerdings konnte der deutsche Leitindex bis zum Handelsende seinen Verlust auf 0,12 Prozent begrenzen und stand bei 16.941,71 Punkten.

Der Kursverlust von Bayer nach einem historisch hohen Schadenersatzurteil gegen das Unternehmen in den USA stand im Mittelpunkt. Zu Beginn der Woche fiel der MDax der mittelgroßen Werte um 0,28 Prozent auf 26.101,78 Punkte.

«Vor der Sitzung der US-Notenbank Fed, den Arbeitsmarktdaten am Freitag und jeder Menge Quartalsbilanzen großer Tech-Unternehmen aus den USA wagen sich die Anleger nicht aus der Deckung», schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Er sieht den Dax in «Lauerstellung» – neben ausbleibender Kauflaune wolle auf der anderen Seite kein größerer Verkaufsdruck aufkommen. Am Freitag hatte der Index seine bisherige Bestmarke über der 17.000-Punkte-Marke knapp verfehlt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss den Handel mit einem geringen Gewinn ab. Es gab auch kaum Veränderungen bei den Leitindizes in Paris und London. Der US-Leitindex Dow Jones blieb zum Börsenschluss in Europa unverändert.

Bayer-Aktien verzeichneten einen Rückgang von 4,9 Prozent. US-Geschworene haben Bayer zu einer Schadenersatz-Zahlung in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verurteilt, was bisher die höchste Zahlung in Prozessen um glyphosathaltige Unkrautvernichter darstellt. Das Unternehmen beabsichtigt, in Berufung zu gehen.

Hochtief war das Schlusslicht im MDax mit einem Verlust von 9,1 Prozent. Laut einem Bericht einer spanischen Zeitung wird die Schadensersatzzahlung von Spanien an das Infrastrukturunternehmen Abertis deutlich niedriger ausfallen als die Forderung des Unternehmens. Der Streit betrifft eine Autobahn. Das oberste Gericht des Landes hat Abertis nur 33 Millionen Euro zugesprochen, obwohl mehr als 4,3 Milliarden Euro gefordert wurden. Sowohl der Baukonzern Hochtief als auch dessen Muttergesellschaft ACS sind an Abertis beteiligt.

Obwohl der Umsatz im ersten Geschäftsquartal gestiegen ist und der Ausblick bestätigt wurde, ist die operative Marge bei dem Auto- und Industriezulieferer Stabilus leicht zurückgegangen. Die Aktien gehören mit einem Minus von zwei Prozent zu den größten Verlierern im MDax.

Der Euro fiel auf 1,0805 Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit sechs Wochen. Die Europäische Zentralbank hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,0823 Dollar festgelegt. Die Rendite deutscher Bundesanleihen sank von 2,25 auf 2,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 126,19 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,52 Prozent auf 135,01 Zähler zu.

dpa