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Rekordjagd in New York hilft dem Dax

Die Rekordjagd an den US-Börsen hat am Montag auch dem deutschen Aktienmarkt einen Schub gegeben. Der zeitweise schwächelnde Dax vergrößerte am Nachmittag seine Gewinne und beendete den Tag mit einem Anstieg von 0,77 Prozent auf 16.683,36 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg letztendlich um 1,24 Prozent auf 25.748,16 Punkte. Auch in Europa verzeichneten die […]

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: picture alliance / dpa

Die Rekordjagd an den US-Börsen hat am Montag auch dem deutschen Aktienmarkt einen Schub gegeben. Der zeitweise schwächelnde Dax vergrößerte am Nachmittag seine Gewinne und beendete den Tag mit einem Anstieg von 0,77 Prozent auf 16.683,36 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg letztendlich um 1,24 Prozent auf 25.748,16 Punkte.

Auch in Europa verzeichneten die Kurse einen Anstieg. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel mit einem Plus von etwa 0,7 Prozent. Auch die nationalen Indizes in Paris und London verzeichneten Gewinne. Zum Ende des europäischen Handelstages lag der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial moderat im Plus und erreichte wie der technologielastige US-Auswahlindex Nasdaq 100 einen Rekordstand.

In dieser Woche steht die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, die am Donnerstag erwartet wird, im Mittelpunkt. Es wird zwar keine Zinsänderung für die Eurozone erwartet, aber die Begleitaussagen werden aufgrund der bereits im Markt eingepreisten Zinssenkungen für den Jahresverlauf im Fokus stehen. Außerdem könnten die Quartalsbilanzen einiger US-Tech-Giganten im Verlauf der Woche Impulse mit sich bringen.

Evotec mit Kursplus von 7,8 Prozent

Zu Wochenbeginn wurden kursbewegende Unternehmensnachrichten aus der zweiten und dritten Reihe des deutschen Marktes bekannt. Im MDax führte Evotec mit einem Kursplus von 7,8 Prozent die Liste an, nachdem die Aktien am Freitag den niedrigsten Stand seit Mai 2018 erreicht hatten. Die Aussagen des Wirkstoffforschers über den überraschenden Abschied von Werner Lanthaler vor knapp drei Wochen erwiesen sich als Unterstützung. Zu dieser Zeit hatte der langjährige Unternehmenschef persönliche Gründe angeführt, aber dennoch für einen starken Kursrückgang gesorgt. Kurz zuvor war Evotec aufgrund von Nachmeldungen zu Aktienverkäufen von Lanthaler aus den Jahren 2021 und 2022 in den Fokus gerückt.

Es ist ungewöhnlich, dass nach so langer Zeit noch Nachmeldungen erfolgen, und Führungskräfte sind verpflichtet, umfangreiche Aktiengeschäfte zeitnah zu melden. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Iris Löw-Friedrich teilte nun mit, dass Lanthaler dem Unternehmen diese Geschäfte nicht mitgeteilt habe und dass Evotec keine rechtlichen Untersuchungen in Bezug darauf bekannt seien.

Dagegen büßten die Titel von Aurubis am Indexende vier Prozent ein und waren damit so günstig wie zuletzt Anfang September. Damals hatte der Kupferkonzern wegen Metalldiebstähle, die ihm einen dreistelligen Millionenschaden eingebrockt hatten, den Gewinnausblick für das Geschäftsjahr gestrichen. Nun teilte er mit, dass Vertreter des Aufsichtsrats mit drei von vier Vorstandsmitgliedern über eine vorzeitige Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit verhandelten. Damit bestätigte Aurubis einen Bericht des «Manager-Magazins» über personelle Veränderungen in der Unternehmensführung.

Der Euro blieb nahezu unverändert bei 1,0888 US-Dollar. Die Umlaufrendite sank von 2,32 Prozent am Freitag auf 2,29 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,12 Prozent auf 125,68 Punkte zu. Der Bund-Future gewann 0,19 Prozent und erreichte 134,43 Zähler.

dpa