Die Deutsche Bahn ist wirtschaftlich schlecht ins laufende Jahr gestartet. Drohen nun personellen Maßnahmen?
Deutsche Bahn muss sparen – auch beim Personal

Die Deutsche Bahn ist finanziell schwach ins neue Jahr gestartet und will nun vor allem beim Personal sparen. «Vorbereitet werden Maßnahmen zur Ausgaben- und Einstellungssteuerung mit Fokus auf die Konzernverwaltung», teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Einem Medienbericht zufolge soll der Konzernvorstand in der kommenden Woche die Maßnahmen beschließen. «Einige Geschäftsfelder sind bereits vorangegangen», hieß es.
Die Bahn bezieht sich unter anderem auf die Güterverkehrstochter DB Cargo, die aufgrund hoher Verluste eine Umstrukturierung plant. Um Kosten zu senken, plant DB Cargo unter anderem Teile des Güterverkehrs, insbesondere im kombinierten Verkehr, an Tochtergesellschaften auszulagern. Mitarbeiter befürchten einen umfassenden Stellenabbau, was jedoch vom Vorstand bestritten wird.
Wie die personellen Maßnahmen in der Verwaltung der Konzernmutter konkret aussehen sollen, wurde zunächst nicht bekannt. «Ganz wichtig ist: Die Investitionen in die Starke Schiene laufen weiter», betonte die Bahn. Einstellungen im operativen Bereich – also etwa von Lokführern, Zugbegleitern oder Dienstleitern – seien nicht betroffen.
Qualifizierter Einstellungsstopp?
Die Sparmaßnahmen seien notwendig, weil die Bahn «aufgrund externer Faktoren» wirtschaftlich schlechter ins laufende Jahr gestartet sei als geplant. Gemeint ist vor allem der Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), auf den sich beide Seiten nach monatelangem Ringen kurz vor Ostern geeinigt hatten. «Vor diesem Hintergrund bereitet der DB-Konzern einen gemeinsamen Rahmen vor, der sicherstellt, dass auch die Konzernleitung ihren Beitrag leistet», hieß es.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant die Bahn einen qualifizierten Einstellungsstopp, was bedeutet, dass Neubesetzungen und insbesondere neue Stellen von der Konzernleitung genehmigt werden müssen. Im Fernverkehr allein müssten daher 250 Millionen Euro eingespart werden, um die Jahresziele zu erreichen. Die Bahn gab auf Anfrage keinen Kommentar zu dem Bericht ab.








