Bahnchef Lutz gibt einen Ausblick auf die Verkehrslage der nächsten Jahre. Nach und nach sollen die Verspätungen abnehmen. Der Vorstandsvorsitzende nennt auch ein konkretes Ziel.
Deutsche Bahn will Pünktlichkeit auf 80 Prozent steigern

Die Deutsche Bahn strebt für ihre Fernverbindungen in einigen Jahren wieder eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent an. «Unser Ziel ist, dass wir ab 2028 im Fernverkehr wieder bei 80 Prozent Pünktlichkeit sind. Das ist anspruchsvoll, aber es ist wichtig», sagte Lutz der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».
Die Bahn erreichte im Jahr 2020 im Jahresdurchschnitt mehr als 80 Prozent: „81,8 Prozent aller ICE- und IC/EC-Züge waren damals nach Plan unterwegs.“ Zuletzt lag die Pünktlichkeit der Fernzüge genau bei 80,0 Prozent im Jahr 2011.
Störungsanfälliges Schienennetz als Hauptgrund
Die Hauptursachen für die vielen Verspätungen sind der zunehmende Zugverkehr auf einem anfälligen Schienennetz. In den kommenden Jahren werden die Hauptstrecken saniert, was jedoch vorerst zu neuen Engpässen führt.
Noch in diesem Jahr wolle die Bahn die Wende bei der Pünktlichkeit schaffen, sagte Lutz. «Mit den ersten vier Monaten können wir noch nicht zufrieden sein. Nur etwa 65 Prozent der Fernzüge waren pünktlich. Wir wollen 2024 im Schnitt 70 Prozent schaffen.» Denn unterhalb dieser Schwelle steige die Unzufriedenheit der Kunden besonders stark.Bei der sogenannten betrieblichen Pünktlichkeit, auf die sich Lutz hier bezieht, wird betrachtet, wie viele Haltestellen mit weniger als sechs Minuten Verspätung erreicht werden. Diese Stopps werden als pünktlich gewertet.
«Die Fahrgäste regen sich nicht über fünf oder sechs Minuten Verspätung auf. Sie regen sich zu Recht auf, wenn sie eine halbe oder ganze Stunde verspätet sind, wenn sie Anschlüsse verpassen und die ganze Reiseplanung unkalkulierbar wird», führte der Bahnchef aus.








